Sony weiterhin "unter Beschuss" - SOE-Plattform ebenfalls gehackt
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Nachdem sich die Wogen im Fall PlayStation Network langsam glätteten und Sony mit kostenlosen Downloads, kostenlose PSN-Prime-Mitgliedschaft und anderen Goodies die User milde stimmt zieht ein neuer Sturm über dem japanischen Milliardenkonzern auf.
Nachdem am gestrigen Montag kurzfristig auch der Service SOE (Sony Online Entertainment) - Online-Service für PC-User, beispielsweise für Spiele wie DC Universe u.A. - geschlossen wurde, vermutete man zuerst ein Absichern des PC-Systems im Zuge der Sicherheits-Restaurierung des PlayStation Networks. Doch wie man später erfahren hat, handelte es sich dabei um eine Zwangsabschaltung, da sich Unbefugte in der Zeit vom 16.-17. April auch zu SOE Zugang verschafft haben. Demzufolge wurden weitere 24,6 Millionen Userdaten von PC-Online-Spielern weltweit abgegriffen. Sony teilte mit, dass diesmal auch 12.700 Kreditkarteninformationen (Kreditkarten-Nummer und Ablaufdatum, keine Sicherheitskennzahl) betroffen waren. Allerdings sollen diese aus einer veralteten Datenbank stammen, die bereits 2007 abgelegt wurde - sämtliche Kreditkarten sollten also bereits ausgelaufen sein und können nicht mehr verwendet werden. Was die amerikanische Bevölkerung beruhigt und uns Europäer eher unruhig macht ist die Mitteilung, dass diese Kreditkarteninformationen lediglich von Nicht-Amerikanischen Usern stammen.
Abgesehen von den Informationen der Kreditkarte wurden - wie schon beim PSN berichtet - sämtliche Kundendaten, Anschrift, E-Mail-Adresse, Kontaktdaten etc. pp. entwendet. Sony hat auch für den Online-Service SOE bereits Goodies für den Ausfall angedeutet, so sollen Online-Spiele beispielsweise einen Monat lang kostenlos gespielt werdene können und spezielle Matches stattfinden.
Nichtsdestotrotz verstärkt sich der Eindruck, dass Sony aktuell unter enormen Druck steht und gerade die geballte Wucht der Angriffe sich zweifelsohne gegen das Unternehmen direkt richtet und versucht wird, an möglichst vielen Stellen massiven Schaden anzurichten. Ein großer Schaden ist sicher auch das angeschlagene Image - es steht zu vermuten, dass es sehr lange dauern wird, bis solche Vorfälle aus den Köpfen der Menschen verschwunden sein werden.
Die letzten Jahre hatte Sony diverse Klagen und Verhandlungen gegen Programmierer und Hacker gestartet, die den Quellcode der Spielkonsole verbreitet haben. Hinzu kamen manipulierte USB-Sticks, die raubkopierte Spiele abspielbar machen sollten. Infolgedessen musste auch das integrierte Linux-System zwangsläufig per Update von allen Konsolen entfernt werden um den Online-Service weiter verwenden zu können. Schade, denn mit einer OpenSource-Plattform war die PS3 mehr als nur Spielkonsole. Aktuell wartet man noch auf das Freischalten des PSN, was in Japan wohl bereits passiert ist.
Nach so viel Chaos darf dann auch gerne wieder Ruhe für Sony & uns Spieler eintreten - oder was meint ihr?







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