Kaspersky Internet Security 2011

Bild von sayminator
Redakteur: sayminator

Kaspersky Internet Security 2011

Genre: Internet Security

Teilen
Kaspersky Internet Security 2011 Cover BOX
Erscheinungstermin:
08/06/2010
Entwickler:
Kaspersky Labs
Vertrieb:
Ingram Micro, Koch Media und Wortmann
Website:
Preis:
ca. 30.00 €

SSG Meinung

Spielwiese für Experimente und Ausflüge – Der „Sichere Desktop“ soll das System abschotten.

Kaspersky Internet Security 2011 – Was ist neu?
Gute Frage! Die Antwort ist auf den ersten Blick nicht wirklich ersichtlich. Die Oberfläche wirkt dezenter und ein wenig übersichtlicher als bei der Vorgängerversion. Die Verpackung ist um die Hälfte geschrumpft. Ich frage mich immer wieder, warum einige Hersteller eine riesige Verpackung mit nur einer CD/DVD liefern. Schon mal was von Verschwendung und Umweltschutz gehört?
Kaspersky macht es vor. Kleine Verpackung, aber trotzdem Platz genug für eine 4-seitige Kurzanleitung und ein ausführliches, knapp 100-seitiges Handbuch. Das ist mittlerweile leider nicht selbstverständlich und daher sehr vorbildlich. Das gibt bei der Bewertung gleich mal einen Punkt mehr. Auch die Online-Hilfe ist sehr gut und verständlich.

Beginnen wir aber Schritt-für-Schritt.

Die Installation:
Auf einem noch ungeschützten System ist die Installation denkbar einfach. Alle laufenden Programme schließen, Installations-Disc einlegen und den Anweisungen folgen.
Falls bereits ein Schutzprogramm, eines anderen Herstellers installiert ist, sollte dieses vorher deinstalliert und erst dann Kaspersky drauf gespielt werden.
Aber was, wenn die Vorversion (2010) von Kaspersky installiert ist? Genügt es in diesem Fall einfach nur die neue Seriennummer einzugeben? Würde sich Version 2010 dann automatisch auf 2011 aktualisieren? Nein! Das klappt nicht. Einzig das Abo für die Updates verlängert sich um ein weiteres Jahr. Das Programm bleibt weiterhin die alte Version. Eine Deinstallation der alten Version ist nicht notwendig. Einfach drüber spielen und schon ist 2011 installiert.
Das mag sich wie Selbstverständlichkeiten anhören, aber die Mitbewerber von Kaspersky zeigen, dass es auch anders geht.
Einige andere Schutzprogramme aktualisieren während der Online-Updates nicht nur die Virensignaturen, sondern auch das Programm an sich. Mit der Eingabe einer neuen Seriennummer erhöht man die Laufzeit des Abos. Das ist sehr praktisch und erspart die Installation.
Das ist bei Kaspersky leider nicht der Fall. Noch nicht?

Die Oberfläche:
Zur Vorversion hat sich die Oberfläche nicht wirklich geändert. Alle wichtigen Informationen und Funktionen sind direkt auf dem Startbildschirm zu sehen. Neu ist ein runder Button, welcher sich oben links auf dem Desktop platziert. Über diesen Button kann man Kaspersky schnell aufrufen, in den „sicheren Modus“ wechseln und Berichte sichten.
Das mag dem ein oder anderen gefallen, aber ich frage mich nach dem Sinn. Auf meinem Desktop ist sowieso schon kein Platz mehr und wenn ich Kaspersky aufrufen will, klicke ich auf das Symbol in der Taskleiste. Naja, es sieht zumindest gut aus.
Wie bereits erwähnt ist das Programm sehr intuitiv zu bedienen. Schnell hat man sich durch die einzelnen Menüs durchgeklickt und alle notwendigen Einstellungen vorgenommen.

Die Sicherheit
Alle Virenprogramme müssen sich an der Malware-Sammlung der Wildlist messen. Diese Pflichtübung meistert Kaspersky wie in der Vollversion auch schon, mit Bravur. Alle knapp 4.700 Schädlinge wurden von Kaspersky Internet Security 2011 entdeckt worden.
Kaspersky Internet Security 2011 arbeiten sehr unauffällig im Hintergrund. Auch im Langzeittest gab es keine Speicherengpässe und das das System wurde auch nie merklich ausgebremst.

Extras
SafeRun Modus – Sichere Umgebung zum Start verdächtiger Anwendungen und Webseiten
Der in der Vorversion bereits enthaltene SafeRun-Modus wurde weiterentwickelt. Konnte man in der Vorversion nur aus dem Programmmenü ein Programm oder den Browser öffnen, so steht einem jetzt ein kompletter Desktop zur Verfügung.
Im „Sicheren Modus“ stellt Kaspersky  Internet Security 2011 einen zweiten Desktop dar. Auf diesem Desktop kann man alle Programme starten und im Web surfen. Alle getätigten Änderungen bleiben nur in dieser virtuellen Umgebung und sind nach beenden der Umgebung gelöscht. Somit wird sichergestellt, dass auch nicht gewollte, durch fremde Software durchgeführte Änderungen das reale System nicht beeinflussen.
Tolle Idee, aber leider mit Schwächen. Uns ist im Test mehrfach die Kontrolle über das System entglitten. Aus irgendeinem Grunde war der Button auf dem Desktop plötzlich weg. Ein beenden über die Startleiste war auch nicht möglich. Die in der Hilfe angegebene Tastenkombination Strg+Umschalt+Alt+K funktionierte leider auch nicht. Dieses Problem haben wir an drei verschiedenen Rechnern wiederholen können.
Das ist sehr ärgerlich und hemmt einen, diese an sich sehr gute Funktion einzusetzen.

Weitere Extras
Selbstverständlich lässt sich die CD als Notfall-CD für System-Wiederherstellungen nach Attacken einsetzen.
Unbekannte Schädlinge erkennt Kaspersky Internet Security 2011 durch die verhaltensbasierte Analyse und eine virtuelle Tastatur stellt sicher, dass Keylogger keine Chance haben.
Der neue  Geo-Filter blockiert auf Wunsch Domain-Adressen bestimmter Länder, etwa .ru oder .cn. ist er aktiviert, wird der Zugang zu Webseiten mit entsprechenden Top-Level-Domains verweigert.  

Hotline:
Support: +49 (0) 180 555 46 24
Montag bis Freitag von 9 bis 20 Uhr
Samstag von 9 bis 17 Uhr
(14 Cent/Minute aus dem deutschen Festnetz, Servicebetreiber M-Net GmbH, Mobilfunkkosten können abweichen)

Weiterführende Links:

Technischer Support

Webforum von Kaspersky Labs

Virusliste

Fazit:
Kaspersky Internet Security 2011 bietet soliden und einfach zu konfigurierenden Schutz vor allen möglichen bekannten und einigen noch unbekannten Attacken.
Das Programm arbeitet unbemerkt im Hintergrund. System- und Speicheranforderungen sind absolut akzeptabel. Das Preis-Leistungs-Verhältniss ist ok.


Herstellerangaben einblenden