Die Sims: Mittelalter

Redakteur: Amariya

Die Sims: Mittelalter

Genre: Adventure

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Cover Die Sims: Mittelalter
Erscheinungstermin:
24/03/2011
USK:
ab 6 Jahren
Entwickler:
Electronic Arts
Vertrieb:
Electronic Arts
Anzahl Spieler:
1
Onlinefähig:
Nein
Website:
Preis:
ca. 50.00 €
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SSG Meinung

Die Sims: Ein Phänomen für sich. Seit dem Start dieser Spiele-Reihe hat sich hier eine eingeschworene Gemeinschaft entwickelt. Wen einmal das Sims-Fieber gepackt hat, lässt es so schnell nicht wieder los. Man baut sich seine eigene kleine (oder auch größere) Welt auf, lässt seine Figuren arbeiten, schlafen, essen oder sich mit Freunden treffen. Man kümmert sich um seine Haustiere, freundet sich mit Nachbarn an, oder gibt seinem Heim eine Runderneuerung. Dies war der ursprüngliche Gedanke. Nun kann man mit „Die Sims“ aber nicht nur die Gegenwart erkunden, sondern auch die Vergangenheit.

Der neueste Streich der Entwickler heißt „Die Sims – Mittelalter“. Auch hier kümmert man sich um seine Sims und muss deren Alltag meistern. Doch abgesehen davon hat sich hier einiges geändert:

Die Spielwelt besteht aus einem Königreich, in dem man ganz zu Anfang nur ein Schloss besitzt. Hier lenkt man die Geschicke durch den Monarchen. Durch Abschließen von verschiedenen Quests kann man das Königreich mehr und mehr Erweitern und weitere Gebäude, sowie deren Bewohner freispielen und dann mehrere Figuren spielen. Diese Figuren lenkt man dann parallel und muss deren Aufgaben gleichermaßen Aufmerksamkeit schenken. Aber jede Figur hat natürlich seine eigenen Bedürfnisse und Eigenheiten. So muss der Monarch u.a. seinen Untertanen zuhören, Gesetze verfassen, wohingegen ein Ritter eher zum Schutz des Königreiches dient.

Wie bei den anderen Sims-Spielen hat man hier eine nicht enden wollende Auswahl, seine Sims zu gestalten. Fast alles ist frei konfigurierbar. Entgegen dazu sind alle Gebäude schon vorgegeben, nur die Einrichtung kann man frei ändern. Allerdings sind sich viele Strukturen (z.B. die Holzmaserungen) sehr ähnlich und das Gestalten der Räume macht nicht annähernd so viel Spaß, wie das der Figuren.

Besonders schön gelöst ist die Quest-Führung. Man hat immer die Auswahl zwischen mehreren Quests, die verschiedene Belohnungen mit sich führen und dann weitere Quests freischalten. Allerdings bekommt man die „wirkliche Action“ nicht zu Sicht. Soll der Monarch z.B. im Wald einen Bären jagen, schickt man ihn los und sieht nur, wie er im Wald verschwindet, nach einiger Zeit wieder auftaucht, und die Quest erledigt ist. Zwar kann man während solcher Aufgaben die Zeit „vorspulen“, dennoch ist das permanente Warten auf die Dauer ein Spaß-Killer.  Und jeden Tag muss man auch noch Routine-Aufgabe erfüllen, die einem schon nach kurzer Zeit auf die Nerven gehen.

Besonders negativ fällt hier die Kameraführung auf. Man hat viel zu wenig Bewegungsfreiheit und manche Ecken sind so gut wie gar nicht einsehbar. Recht oft, muss man ewig hin und her klicken, um den optimalen Blickwinkel zu erwischen.
Auch die Steuerung der Sims und die unübersichtliche Menü-Führung bedürften einiger Verbesserungen. Als „Die Sims“-Neuling ist man recht lange Zeit damit beschäftigt, sich hier einigermaßen zurecht zu finden.

Die Spielwelt an sich ist zwar recht klein und man hat keine Nachbarn, aber dafür ist sie nett gestaltet. Womit die Entwickler diverser Spiele aber endlich einmal abschließen sollten, ist das ewige „Pflanzen  & Minerale sammeln“. Dies hat seine Berechtigung bei gut ausgeklügelten Spielen wie z.B. WoW, hat aber u.a. bei diesem Sims-Abenteuer nichts verloren. Man hat das Gefühl als würde dies hier nur miteingebunden, um mehr Abwechslung reinzubringen. (Mal ganz davon abgesehen … Würde in irgendeinem Königreich der Monarch selber auf Kräutersuche gehen, nur um sich sein Abendessen selber zuzubereiten …?)

Einen Mehrspieler-Modus sucht man hier vergebens. Die Abenteuer seiner Sims muss man bei diesem Spiel ganz alleine bestreiten.
 

Fazit:
Für „Die Sims“-Freunde wird dies wohl eine neue Entdeckung und ein weiterer Spaß, der allerdings von der Spielart her recht wenig mit den Vorgängern zu tun hat. Für „Die Sims“-Neulinge, die dieses Spiel wohl eher mit anderen, ähnlichen Games vergleichen, weist es doch einige Mankos auf. Unbedingt verbesserungswürdig ist neben der Kameraführung auch die – für nicht eingefleischte Sims-Freaks – recht unübersichtliche und komplizierte Steuerung.

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