Battlefield 3

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Redakteur: Iceman05

Battlefield 3

Genre: Shooter

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Cover Battlefield 3
Erscheinungstermin:
27/10/2011
USK:
ab 18 Jahren / Keine Jugendfreigabe
Entwickler:
Digital Illusions
Vertrieb:
Electronic Arts
Anzahl Spieler:
1 bis 64 (online)
Onlinefähig:
Ja
Website:
Preis:
ca. 50.00 €
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SSG Meinung

Pünktlich vor dem Weihnachtsgeschäft ist der mittlerweile zum Klassiker erkorene Shooter Battlefield zurück. Nach Battlefield: Bad Company 2 – Vietnam im letzten Jahr, bringt der Publisher Electronic Arts, das von DICE entwickelte Battlefield 3, in den Handel. Die Messlatte hat der Vorgänger bereits sehr hoch gelegt und auch die Konkurrenz aus dem Hause Activision ist mit Call of Duty gut aufgestellt. Kann Battlefield 3 die Schlacht gewinnen?

Battlefield war immer in erster Linie als Multiplayer-Titel bekannt. Doch in Battlefield 3 haben die Entwickler den Fokus nicht nur auf den Mehrspieler-Part gelegt, sondern es wartet auch eine actionreiche Kampagne auf alle Einzelspieler.

Auch ein Tutorial kann aufregend sein… so zumindest in Battlefield 3. Es spielt sich wie die erste Mission und verlangt dem Spieler einiges ab. Während einer U-Bahn-Fahrt werden Terroristen abgeknallt und so ganz nebenbei die Tastenbelegung erlernt, zudem dient diese Fahrt gleichzeitig auch als Einführung in die Story. Nachdem die Fahrt beendet ist, kehrt die Geschichte ein paar Stunden in die Vergangenheit zurück. Dort sitzt Sergeant Henry Blackburn beim Verhör mit zwei Mitarbeitern vom CIA. Dort berichtet Henry was in der Vergangenheit passiert ist und spielt genau diese Stories nach. Die Kampagne ist zwar recht kurz und dauert ca. acht Stunden, bietet aber Abwechslung und Spannung pur. Der Handlungsort ist hauptsächlich der Iran, es wird aber auch kurz nach Paris und Aserbaidschan gewechselt. Für Abwechslung sorgen eine Verfolgungsjagd in Paris, ein Ausflug im Panzer und Co-Pilot in einer F/A-18. Leider kann man das Teil nicht selber fliegen, sondern lediglich die Geschütze bedienen. Doch Battlefield entfernt sich immer mehr von den Wurzeln, denn Fahrzeugeinsätze werden immer seltener. Die einzige Entschädigung, die auf den Spieler wartet, ist ein Panzereinsatz in einer traumhaften Wüstenkulisse. Diese Schlacht zeigt was in Battlefield 3 alles steckt und gibt das ganze Potenzial wieder. Mehr davon, bitte!

Der Anspruch ist sehr hoch, denn die Schwierigkeitsstufe „Normal“ hat es bereits in sich. Außerdem sind die Checkpoints teilweise weit auseinander platziert, was bei einem Ableben heißt, dass ein großer Teil der Mission erneut gespielt werden muss und zu allem Überfluss beinhaltet Battlefield 3 auch noch einige nicht überspringbare Dialoge. Bereits in der U-Bahn wird man mit Reaktionstests gefordert. Wer nicht aufpasst oder schnell genug die richtige Taste drückt, darf wieder vom letzten Checkpoint aus starten.

Leider ist die KI der Gegner und auch die des eigenen Teams eher durchwachsen und erlaubt sich einige grobe Schnitzer. Zwischendurch wird man gerne mal vom Feind übersehen, doch damit nicht genug, versteckt man sich um von den feindlichen Soldaten nicht entdeckt zu werden, so wird unser Soldat von den eigenen Kameraden aus der Deckung geschubst. Das bedeutet dass die Kameraden vordefinierte Punkte haben, an denen sie sich stationieren. Doch auch Leichen bzw. erledigte Feinde sind nicht intelligent. Sie lösen sich nämlich einfach in Luft auf, diesen Wunsch hat man vielleicht bei der Schwiegermutter, aber nicht auf einem Schlachtfeld. Realismus sieht anders aus.

Battlefield 3 basiert auf der Frostbite-2-Engine, und alle die eine voll zerstörbare Umgebung erwarten, werden enttäuscht. Denn genau hier sparen die Entwickler, warum auch immer. Doch dafür wird der Spieler durch eine klasse und hochrealistische Optik entschädigt. Vor allem die Beleuchtung hat es in sich und lässt uns staunen. Auch die Bewegungen der Figuren laufen sehr flüssig ab, wenn man den Grund kennt, ist dies nur die logische Folge daraus. Denn die Macher haben sich die Engine von den Entwicklern von FIFA abgeschaut bzw. sich davon inspirieren lassen.

Das Herzstück von Battlefield war und ist noch immer der Mehrspieler-Modus. Dabei dürfen bis zu 64 Spieler an einer Schlacht Spaß haben. Und dafür ist auf jeden Fall gesorgt: Die Flaggeneroberung bleibt der Kern der Multiplayer-Variante. Alternativ bietet Battlefield 3 noch Rush und Deathmatch an.

Anfänger müssen sich erst in diesem komplexen Modus zurecht finden und haben anfangs mit Anpassungsschwierigkeiten zu kämpfen, z.B. sich erst mal auf der großen Karte zurechtzufinden, doch je länger man sich in einer Schlacht befindet, desto größer wird der Spaß, dazu trägt auch das motivationsförderndes Belohnungssystem zum Erwerb neuer Ausrüstung bei.

Doch perfekt ist der Mehrspieler-Modus nicht. Nachdem eine Schlacht zu Ende ist, wird man nicht ins Menü zurück geworfen, sondern in eine andere Schlacht, die oft nach Betreten beendet wird. Zu allem Überfluss ist dies auch noch mit langen Lade- bzw. Wartezeiten verbunden.

Fazit:

Klasse, was DICE und EA hier vollbracht haben. Battlefield 3 überzeugt auf ganzer Linie und bringt mit einem komplexen Multiplayer-Modus und einer spannenden Kampagne, ein sehr gutes Gesamtpaket mit. Auch aus technischer Sicht setzt Battlefield 3 Maßstäbe. Grafik und Sound entfalten am PC ihre volle Pracht. Natürlich gibt es, wie bei jedem Spiel, etwas zu meckern: An der KI, sowie an den Ladezeiten, könnte noch etwas geschraubt werden. Doch diese „Mängel“ gehen schnell unter, da die positiven Aspekte bei weitem überwiegen, was dazu führt dass Battlefield 3 mit Call of Duty weiterhin auf Augenhöhe ist.

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