nail'd

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Redakteur: Iceman05

nail'd

Genre: Sport- und Rennspiel

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Cover nail'd
Erscheinungstermin:
19/11/2010
USK:
ab 12 Jahren
Entwickler:
Techland Software
Vertrieb:
Deep Silver
Anzahl Spieler:
1-12 (online)
Onlinefähig:
Ja
Website:
Preis:
ca. 50.00 €

SSG Meinung

Alle Jahre wieder – Deep Silver wirft mit nail’d den nächsten Arcade-Racer auf den Markt. Unrealistisch weite Sprünge mit Quads… da war doch was?! Richtig, vor über zwei Jahren erschien Pure und machte so richtig Laune. Ob nail’d da mithalten kann oder in den Abgrund stürzt, lest ihr in diesem Test:

Los geht’s mit dem Tutorial, das man aber getrost überspringen kann, da die Steuerung relativ selbsterklärend ist und sich nicht von anderen Arcade-Rennspielen unterscheidet. Deshalb konzentrieren wir uns auf den Karrieremodus. Die Karriere sieht nicht nur auf den ersten Blick so umfangreich aus, nein das ist sie auch. Sie ist in vier Szenarien unterteilt, nämlich: Arizona, Griechenland, Yosemite-Nationalpark und den Anden. Sie bietet viele unterschiedliche Meisterschaften, doch leider hat die Sache einen Haken: Bereits nach wenigen Spielstunden wiederholen sich die Strecken und auch die Modi sind nach kurzer Zeit nicht mehr wirklich abwechslungsreich. Denn neben den klassischen Rennen beinhaltet nail’d lediglich sog. Stunt-Herausforderungen, die ebenfalls Rennen auf den gleichen Strecken sind, mit dem Unterschied dass Punkte durch riskante Manöver gesammelt werden müssen. Was anfangs noch Laune macht, endet schnell in Langeweile, da einfach die Abwechslung fehlt. Leider setzt Techland, die Entwickler von nail’d, seine Linie in der Fahrzeugauswahl fort, denn das Spiel bietet gerade mal zwei Vehikel zur Auswahl. Selbst die Tuningmöglichkeiten in Form von Stoßdämpfer oder Motoren entpuppen sich in der Praxis als Fehlinvestition, da sie sich kaum auf das Fahrverhalten auswirken.
Auch die künstliche Intelligenz der gegnerischen Fahrzeuge ist noch ausbaufähig, denn die Jungs lassen sich nicht so einfach abhängen, egal wie schnell man fährt. Das sorgt zwar für Spannung, jedoch wird man durch einen Respawn um mehrere Sekunden zurückgesetzt, immerhin nicht bis ans Ende des Feldes, da nicht alle in einem Pulk fahren. Dafür sind die kleinen Kämpfe untereinander ganz amüsant, leider fehlt hier aber die Sprachausgabe.

Grafisch hat nail’d etwas mehr zu bieten. Die Animationen sind unter Berücksichtigung der hohen Geschwindigkeit, recht ordentlich. Zwar gibt es leichte Verwischeffekte, aber diese sind die logische Folge der irren Geschwindigkeit. Die Strecken sind sehr kreativ gestaltet und bieten viele Überraschungen, schade aber dass sich die Auswahl in Grenzen hält. Da sich viele Hindernisse auf der Strecke befinden, endet die Fahrt oft mit einem Crash und einem nervigen Respawn samt Ladebildschirm. Leider gibt es nur eine Kameraperspektive zur Auswahl.
Für die passende musikalische Untermalung sorgen Songs von Rise Against, Slipknot oder Queens of the Stone. Der Fahrzeugsound kann bei dieser Qualität leider nicht ganz mithalten, aber hier handelt es sich schließlich um ein Arcade-Game, bei dem ganz andere Faktoren wichtig sind.

Wie es für ein Arcade-Spiel üblich ist, lassen sich, in diesem Fall die Quads, einfach steuern. Gas, Bremse, links, rechts und eine fünfte Taste für den Boost werden benötigt. Ein Gamepad ist für dieses Genre nicht nur sinnvoll sondern aus Komfortgründen auch empfehlenswert. Um den Boost aufzuladen gibt es verschiedene Möglichkeiten: perfekte Landung hinlegen, Wheelies machen, Gegner vom Platz schubsen oder durch die auf der Strecke verteilten Feuerringe bzw. –tore fahren.

Im Multiplayermodus kann man sich online mit bis zu elf Mitspielen messen. Leider fehlt ein Spiltscreen-Modus, weshalb unter Freunden mit mehreren Konsolen gezockt werden muss.

Fazit
Bei nail’d liegen Licht und Schatten nah beieinander. Während es auf der einen Seite viel Spaß und tolle Strecken bietet, wurde auf der anderen Seite zu sehr am Umfang gespart. Nur zwei fahrbare Untersätze, kein Splitscreen, zu wenig verschiedene Modi…
Nail’d bietet viel Potenzial, leider wurde es vom polnischen Entwicklerteam nicht voll ausgeschöpft. So bleibt das Spiel hinter Pure zurück, da der Spaßfaktor durch den geringen Umfang nach wenigen Spielstunden getrübt wird.

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