Avatar: Das Spiel

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Redakteur: sayminator

Avatar: Das Spiel

Genre: Action

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Avatar: Das Spiel Cover
Erscheinungstermin:
03/12/2009
USK:
ab 16 Jahren
Entwickler:
Ubisoft
Vertrieb:
Ubisoft
Betriebssystem:
Playstation 3, PS3
HD-Auflösung:
720p
Anzahl Spieler:
1-16
Onlinefähig:
Ja
Trophäen:
Ja
Website:
Preis:
ca. 50.00 €

SSG Meinung

3D-Action-Spektakel, das eine Investition in einen 3D-fähigen Fernseher nicht wert ist.

Traurig aber wahr! Die Geschichte hat uns gelehrt, dass der Mensch ein Raubtier ist. Immer wenn der Mensch in einer neuen Region des Universums irgendein kostbares Material entdeckt, will er es haben und ist bereit jeden und alles dafür zu vernichten.
So auch in Avatar.

Terminator-Erfinder James Cameron, hat für seinen neuesten Kino-Blockbuster einen wunderschönen Planeten erschaffen. Die Uhreinwohner, die Na’vi, leben auf dem Planeten Pandora im Einlang mit der Natur und den Tieren.
Leider gibt es auf diesem Planeten den sehr seltenen und kostbaren Rohstoff Unobtanium.
Auf diesen Rohstoff hat es der Mensch abgesehen.
Das Ende vom Lied: Die Menschen wollen den Lebensraum der Uhreinwohner vernichten um den Rohstoff abbauen zu können. Die Na’vi sind nicht bereit das Feld zu räumen, also kommt es zum großen Krieg.
Das ist die Geschichte.

Ich habe mir den Film als 3D-Variante im Kino angesehen. Pandora ist beeindruckend. Die Flora und Fauna ist mal was neues, die Tiere sind sehr realistisch dargestellt und die Na’vi sind ein sehr sympathisches Volk. Der Film ist rein optisch als 3D definitiv sehenswert. Die Geschichte kann leider nicht besonders überzeugen und mitreißen. Alles ist im Film vorhersehbar und daher kommt es in den knapp zwei Stunden zu keinem einzigen AHA- oder Ohhh-Effekt.
Genauso verhält es sich leider auch mit dem Spiel.

Wer den Film nicht gesehen hat, wird die Geschichte alleine durch das Siel nicht verstehen und vieles nicht nachvollziehen können. Die Geschichte wird im Spiel fast überhaupt nicht erzählt oder erklärt.
Das ist auch nicht schlimm, da der Verlauf des Spiels sehr einfach gestrickt ist und nicht wirklich Einfluss auf die Geschehnisse hat.
Zuallererst wählt Ihr Euren Charakter. Dieser kann männlich oder weiblich sein, heißt aber immer Ryder. Jetzt wird es ein wenig langweilig. Ich schreibe bewusst „ein wenig“, weil es später noch langweiliger wird.

Nach der ersten sehr fad inszenierten Kommunikation mit dem ersten Vorgesetzten rennt ihr zum vorgegebenen Treffpunkt, hört und sehr wieder einen langweilen Vortrag und müsst zum nächsten Punkt hetzen. Hier sollt ihr irgendwelche Tiere abballern, eine Pflanze analysieren oder Euch mit irgendjemandem, irgendwo treffen.
Das ist das Spielprinzip.

Nach einer knappen Stunde kommt die entscheidende Wendung im Spiel.
Ryders Vorgesetzter befiehlt Euch, den Na’vi Dr. Harer zu erschießen. Jetzt habt ihr de Möglichkeit Euch auf die Seite der Menschen zu schlagen oder die Lebensphilosophie der Na’vi zu unterstützen.
Egal für welche Seite Ihr Euch entscheidet, es bleibt weiterhin langweilig und fad.
Leider ändert sich am Spielprinzip rein gar nicht. Höre einem langweiligen Dialog zu, kämpfe Dich von von A nach B durch, finde Objekt, lauf zurück, und so weiter und so fort. Das hört sich vielleicht beim Lesen sogar noch ganz gut an und letztendlich geht es in wenigen Spielen um mehr. Aber irgendwie mag bei Avatar keine Stimmung aufkommen.

Avatar ist das erste wirkliche 3D-Spiel. Ein entsprechender Fernseher vorausgesetzt (Anschaffungskosten ca. 5.000 EUR) kann man das Spiel dreidimensional genießen. Das wertet die Story und das Spielprinzip leider nicht auf. Zumal wohl niemand aktuell einen 3D-Fernsehen sein eigen nennen darf.

Fazit:
Avatar zeigt uns wieder einmal, dass in den seltensten Fällen die Spielumsetzung nach einer Filmvorlage wirklich überzeugen kann.
Anscheinend hat man bei Ubisoft zuviel Zeit mit der 3D-Umsetzung vergeudet. Das erklärt auch, warum die Grafik hübsch, aber nicht beeindruckend ist und das, obwohl Avatar wie auch Far Cry 2 auf der Dunia Engine läuft.
Bei alledem könnte man beide Augen zudrücken, wenn die KI eine Herausforderung wäre. Dem ist leider nicht so. Die Gegner sind nicht wirklich schlau.
Avatar der Film ist seine zwei Stunden Popcorn wert. Das Spiel muss sich leider in die Reihe der schlechten Spielumsetzungen zu Spielen wie Iron Man, Hulk und Watchmen gesellen.


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