Bulletstorm

SSG Meinung
Electronic Arts will mit dem Ego-Shooter Bulletstorm einen neuen Weg gehen und sich so von den unzähligen anderen Shootern auf dem Markt abheben. Ob dies der richtige Weg ist und Bulletstorm eine willkommene Abwechslung bei den Zockern darstellt, zeigt dieser Test:
Die Story von Bulletstorm ist etwas komplex. Das Game spielt in der Zukunft, in der es von Piraten wimmelt. Die Hauptfigur von Bulletstorm ist Grayson Hunt, ein abgestürzter Weltraumpirat, der sich in der Zwischenzeit zu den Gesetzlosen zählt und sich mit seinen Kumpels auf einem Rachefeldzug befindet. Achtung! Die Wortwechsel sind nichts für Warmduscher, denn es fallen sehr viele Ausdrücke, was natürlich Geschmacksache ist, ich empfand es als sehr unterhaltsam und es ist einfach mal was Neues im Vergleich zu anderen Action-Shootern. Die ruhigen Zwischensequenzen dagegen passen nicht ganz zum Spielverlauf, lassen die Story aber nicht langweilig wirken.
Der etwas andere Shooter beweist auch in Sachen Kampfsystem, dass ein neuer Weg nicht immer schlecht sein muss. Denn das Punktesystem, auch Skillshot genannt, setzt sich folgendermaßen zusammen: Die Punktevergabe ergibt sich aus Treffern und Angriffen von Grayson Hunt. Für Tritte oder Peitschenhiebe gibt es andere Punkte als bei einem Headshot. Außerdem lassen sich die Punkte durch Kombinationen aus zum Beispiel Angriffe mit Bewegungen, in die Höhe treiben. Dieses System sorgt für eine Menge Motivation und dient vor allem dazu, Waffen zu verbessern oder die Munition aufzustocken.
Grafisch ist das Game vergleichbar mit Gears of War. Bulletstorm basiert auf der Unreal Engine 3 und ist auch optisch ein Hingucker. Alles läuft flüssig und tadellos. Objekte und Charaktere sind detailreich gestaltet und die tollen Effekte runden den äußerst positiven Eindruck ab. Einzig der weit entfernte Hintergrund wirkt etwas verschwommen, doch dies stört nicht wirklich.
Natürlich beinhaltet Bulletstorm nicht nur eine Kampagne, sondern noch zwei weitere Spielmodi. Einer davon heißt „Echos“ und besteht aus den aus der Kampagne bekannten Levels, die schnell und mit möglichst vielen Punkten abgeschlossen werden sollten. Es gilt also Skillshots effektiv einzusetzen, um eine gute Figur zu machen, denn die Ergebnisse werden in eine globale Rangliste hochgeladen und somit kann man sich mit dem Rest der Welt messen.
Was wäre ein Shooter ohne Multiplayer? Vermutlich nur ein halber Shooter. Aus diesem Grund enthält Bulletstorm als zweiten Spielmodi einen Modus namens „Anarchie“. Hier spielen bis zu vier Spieler in einem Team zusammen und müssen Feinde vernichten. Die Gegner nähern sich in Wellen und auch hier greift das Punktesystem. Denn wird die vorgegebene Skillshot-Punktzahl nicht erreicht, so muss die Welle wiederholt werden. Dabei nimmt der Schwierigkeitsgrad mit jeder Welle zu. Die gesammelten Punkte können wie auch in der Kampagne in neue Ausrüstung investiert werden.
Schade dass die deutsche USK-18-Version geschnitten wurde. Zum Glück ändert sich nichts am Spielprinzip und auch der großartige Humor musste nicht darunter leiden, doch sämtliches Blut und Leichen wurden entfernt bzw. verschwinden plötzlich, weshalb die Atmosphäre etwas darunter leidet.
Fazit
Wie anfangs erwähnt geht Bulletstorm neue Wege und die Rechnung geht auf bzw. der Weg wurde richtig gewählt. Hier geht es nicht um sinnloses Rumballern, sondern vielmehr um das kreative Beseitigen der Gegner. Dies sorgt für viel Abwechslung und trägt zum Langzeitspielspaß bei. Auch aus technischer Sicht haben die Entwickler von Bulletstorm ganze Arbeit geleistet. Es läuft flüssig und stabil und sieht nebenbei noch richtig gut aus. Es gibt also keinen Grund, der von einem Kauf abrät.
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