Metal Gear Solid HD Collection

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Redakteur: Gargoyle

Metal Gear Solid HD Collection

Genre: Action

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Metal Gear Solid HD Collection Cover
Erscheinungstermin:
03/02/2012
USK:
ab 16 Jahren
Entwickler:
Kojima Productions
Vertrieb:
Konami
Betriebssystem:
Playstation 3, PS3
HD-Auflösung:
720p
Anzahl Spieler:
1 / Peace Walker: 1-6
Onlinefähig:
Ja
Trophäen:
Ja
Website:
Preis:
ca. 40.00 €
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SSG Meinung

Die Metal-Gear-Solid-Reihe gehört zu den Klassikern auf Sonys PlayStation-Systemen. Nicht umsonst gehört beispielsweise Metal Gear Solid 4 unumstritten zu den besten Spielen dieser Konsolengeneration. Der fünfte Teil aus der Feder von Hideo Kojima lässt aktuell noch auf sich warten, während das von Platinum Games entwickelte Metal Gear Rising: Revengeance nun wohl doch deutlich von den Wurzeln der Serie abrückt und eher ein Hack-and-Slash-Abenteuer um Raiden werden dürfte. Was liegt für Konami also näher, als dem aktuellen Trend zu HD-Remakes zu folgen und den Fans die Klassiker im neuen Gewand zu präsentieren? Die Frage ist nur: Lohnt sich die Investition oder handelt es sich um Geldschneiderei?

Zunächst einmal die Fakten, das als Metal Gear Solid HD Collection titulierte Paket bietet zum Budgetpreis nämlich schon mal einiges an Inhalt: Zum einen wären da die PS2-Klassiker Metal Gear Solid 2: Sons of Liberty und Metal Gear Solid 3: Snake Eater sowie der jüngste Teil Metal Gear Solid: Peace Walker, der bisher nur für die PSP erhältlich war. Sogar die VR-Missionen aus Metal Gear Solid 2: Substance sind mit an Bord. Die Games wurden allesamt in Bild (720p) und Ton (Dolby Digital) remastered und mit Trophy-Unterstützung versehen. Als Bonus gibt es noch die Anfänge der Serie zum Nachspielen, so wurden die MSX-Spiele Metal Gear von 1987 und Metal Gear 2: Solid Snake von 1990 in die Sammlung integriert und auf der PlayStation spielbar gemacht.

Aber der Reihe nach: Die Grafik von Sons of Liberty war schon zu PS2-Zeiten nicht von schlechten Eltern, und auch auf der PS3 - wie es sich für ein gutes HD-Remake gehört - kann MGS 2 immer noch technisch überzeugen, nicht nur durch die neu gewonnene Schärfe der Texturen. Natürlich darf man aber nicht vergessen, dass der Titel mittlerweile 10 Jahre alt ist. In spielerischer Hinsicht gibt es bis auf die bereits erwähnten und zum Teil sehr lustigen Trophys keine Änderungen. Zumindest in Sachen Geschichte waren die aber auch nicht nötig, denn die abgefahrene - um nicht zu sagen wirre - Story mit ihren nicht enden wollenden Cutscenes, die sich Herr Kojima hier einfallen lassen hat, wirkt auch heute noch frisch. Lediglich beim Gameplay beziehungsweise der Steuerung hat der Zahn der Zeit etwas unerbittlicher genagt. Das Spielprinzip bietet zwar immer noch wahnsinnig viele spannende Ansätze, an der Ausführung hapert es dann aber doch ein wenig. Gerade das Coversystem und das Ducken fallen hier besonders negativ auf. Fans der Serie werden das sicherlich verzeihen können und freuen sich über die Treue gegenüber dem Original, MGS-Einsteiger dürften anfangs allerdings einige Probleme beim Manövrieren ihres Schleichspezialisten haben.

Weniger Probleme diesbezüglich bietet der auch heute noch großartige dritte Teil der Spionage-Action, Snake Eater, mit Abstand der Meilenstein der MGS-Serie: Mit seiner Story um Snakes Beziehung zu Big Boss bietet es nicht nur die eindrucksvollste Geschichte der Reihe, sondern auch einige der aus meiner Sicht erinnerungswürdigsten Momente der jüngeren Videospielgeschichte allgemein - Stichwort Bosskämpfe. Das HD-Remake wirkt besonders in den detailreichen Dschungel-Levels besonders brillant und die superflüssige Framerate macht das Spielen zu einer reinen Wonne - von der technischen Qualität können sich diverse andere HD-Remakes gerne eine Scheibe abschneiden. Auch in MGS 3 ist die Steuerung etwas komplex geraten, aber immer noch leichter meisterbar als im unmittelbaren Vorgänger. Nichtsdestotrotz sollte jeder Videospiel-Fan Snake Eater zumindest einmal im Leben durchgespielt haben - ja, so gut ist es!

Doch auch der jüngste MGS-Spross Peace Walker schlägt sich nicht schlecht, vor allem, wenn man bedenkt, dass es sich um einen reinen Portable-Titel für die Sony PSP handelt. Das Team von Bluepoint Games, die auch für die gelungenen HD-Portierungen von ICO & Shadow of the Colossus sowie die God of War Collection Vol. II verantwortlich waren, hat hier offensichtlich am meisten Mühe investiert. Nicht nur, dass die Steuerung auf den bei der PS3 im Gegensatz zur PSP vorhandenen zweiten Analog-Stick optimiert wurde, es wurde sogar ein vollwertiger Online-Modus für bis zu sechs Spieler eingebaut! Der Grafik merkt man die Handheld-Herkunft im Vergleich zu MGS 2 und 3 nicht wirklich an, auch wenn das Bild insgesamt ein wenig unschärfer wirkt. Als finaler Bonus im Peace-Walker-Paket wird Besitzern der PSP-Version die Möglichkeit geboten, Spielstände für beide Versionen gemeinsam zu nutzen und die Schleich-Action wahlweise auf dem Sofa oder unterwegs fortzusetzen. Storytechnisch beleuchtet Peace Walker anhand von Comic-Zwischensequenzen einige interessante Hintergründe von Metal Gear Solid, während es in Sachen Gameplay primär mit Coop-fokussierten Missionen zu unterhalten weiß.

Fazit:
Was gibt es über Metal Gear Solid groß zu sagen? Im Prinzip handelt es sich bei jedem Teil auf seine Weise jetzt schon um einen absoluten Klassiker. Und dank der immer noch tollen Storys und des einzigartigen Spieldesigns, der technisch gelungenen und inhaltlich äußerst umfangreichen Remake-Inhalte sowie dem heute standardmäßigen Trophy-Support können sowohl Fans der ersten Stunde wie auch MGS-Neulinge diese tollen Games in ihrer vollen Pracht erleben - und das zu einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis, wenn man allein die addierte Spieldauer der einzelnen Titel berücksichtigt. Einziger Wermutstropfen ist die zum Teil in die Jahre gekommene Steuerung, mit der sich aber auch leben lässt. Jetzt fehlt nur noch ein Next-Gen-Remake von Metal Gear Solid 1 und die Fangemeinde dürfte bis zum Erscheinen von Teil 5 glücklich sein.


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