BlazBlue - Calamity Trigger

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Redakteur: Gargoyle

BlazBlue - Calamity Trigger

Genre: Beat 'em up

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BlazBlue Cover
Erscheinungstermin:
25/03/2010
USK:
ab 12 Jahren
Entwickler:
Arc System Works
Vertrieb:
NBG EDV Handels & Verlags GmbH
Betriebssystem:
Playstation 3, PS3
HD-Auflösung:
720p
Anzahl Spieler:
1-6
Onlinefähig:
Ja
Trophäen:
Ja
Website:
Preis:
ca. 50.00 €

SSG Meinung

Wer auf der Suche nach einem unkonventionellen Prügelspiel ist, sollte weiter lesen. Denn BlazBlue: Calamity Trigger fällt, vor allem was seinen bunten Anime-Style angeht, schon beim ersten Anblick deutlich aus der Reihe, besonders wenn man es mit Beat 'em Ups wie Tekken oder Street Fighter vergleicht. Doch hat BlazBlue mehr zu bieten um sich von der Konkurrenz abzuheben als einen eigenen Präsentationsstil?

Wenn man sich auf den gerade auf ein europäisches Publikum zunächst seltsam anmutenden und überzogenen Japan-Stil einlässt, wird man sehr schnell bemerken, dass unter dieser Schicht ein durchdachtes Kampfspiel mit einer gut beherrschbaren Steuerung und einigen innovativen Ideen steckt. Im Zentrum des Spiels stehen die zwölf einzigartigen Charaktere, die mit sehr viel Liebe zum Detail designet wurden und über eigene Special Moves und eine eigene Story verfügen. Die Story wird jeweils zwischen den Kämpfen in kurzen Anime-Filmen mit statischen Bildern und wahlweise englischem oder japanischem Voiceover. Die Storys verzweigen sich je nach Kampfausgang oder gewählten Antwortoptionen in Dialogsequenzen, als Belohnung lassen sich so Artwork, neue Special Moves oder auch Boss-Versionen von diversen Charakteren freischalten. Allzu tiefgründige Geschichten sollte man freilich nicht erwarten und auch den Anime-Stil muss man mögen, aber auch hier gilt: Wenn man sich darauf einlässt, kann man auch  mit dem Einzelspieler-Modus des Spiels viel Spaß haben, zumal die Storys durchaus eine gewisse Motivation zum weiterspielen bieten.

Auch der Online-Modus von BlazBlue macht ein gute Figur. So kann man sich seinen Gegner nach Können, Region und Latenz aussuchen sowie eigene Räume für bis zu sechs Spieler anlegen, in denen sich die Kämpfer in beliebiger Reihenfolge und nach eigenen Vorgaben wie Zeitlimit etc. abwechseln, während die übrigen Spieler den Ausgang des Kampfes live am Bildschirm verfolgen dürfen. Zudem lassen sich online Statistiken für jeden Spieler abrufen, Bestenlisten einsehen oder Replays von Kämpfen herunterladen.

Auch wenn die zweidimensionale Auslegung von BlazBlue: Calamity Trigger Vergleiche zu Street Fighter nahelegt, zeigt BlazBlue auch hier seinen eigenen Charakter. Das komplexe, aber zugängliche Kampfsystem bietet für jeden Charakter neben einem eigenen Skillset unterschiedliche Combos und abgefahrene Special Moves wie die sogenannten Astral Finishes sowie Spezialattacken, die sich auf Knopfdruck ausführen lassen. Dabei spielen sich die zwölf Charaktere mit ihren Vor- und Nachteilen doch sehr unter unterschiedlich, sodass jeder eine Figur mit passendem Kampfstil finden sollte. Ebenfalls entsteht durch diese Vielfalt natürlich auch ein höhere (Wieder-)Spielwert. Unterm Strich bietet BlazBlue, wenn man sich an die optische Reizüberflutung gewöhnt hat, Einsteigern und Profis gleichermaßen flüssigen Prügel-Spielspaß, der sich vor den Spielen der Konkurrenz nicht verstecken muss.

Apropos optische Reizüberflutung: die detaillierte 2D-Darstellung kommt in HD wirklich sehr gut zur Geltung und bietet eine willkommene Abwechslung gegenüber 3D-Beat 'em Ups sowie einen hohen Wiedererkennungswert, ohne dabei veraltet zu wirken. Jeder Charakter und jede Animation ist genau wie die Hintergründe bis ins letzte Detail ausgefeilt. Wenn das ganze erstmal in Bewegung kommt, passiert derart viel am Bildschirm, dass man gar nicht weiß, wo man zuerst hinsehen soll. Auch dies ist aber reine Gewohnheitssache. Der Soundtrack ist irgendwo zwischen Heavy Metal und Oper angesiedelt und rundet das skurrile Gesamtbild positiv ab. Das englische Voiceover hat, fast schon typisch für japanische Spiele, seine unfreiwillig komischen Moment, ist an sich aber solide.

Kurz angemerkt sei noch, dass der Europa-Release immerhin eineinhalb Jahre in Anspruch genommen hat, sodass in Japan bereits der Nachfolger namens BlazBlue: Continuum Shift in den Spielhallen steht und diesen Sommer für die PS3 erscheinen wird.

Fazit:
BlazBlue: Calamity Trigger bietet mehr als solide Prügel-Action. Es hat aufgrund seiner durchdachten Spielmechanik, vor allem aber aufgrund seines Grafikstils einen eigenen Charakter, der es deutlich von Fortsetzungstiteln wie Super Street Fighter oder Tekken abhebt. Nicht nur für Fans von Beat 'em Ups, die ein Spiel außer der Reihe erleben wollen, ein Geheimtipp.


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