No More Heroes 2: Desperate Struggle

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Redakteur: ElWambo

No More Heroes 2: Desperate Struggle

Genre: Action

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No More Heroes 2: Desperate Struggle Cover
Erscheinungstermin:
30/04/2010
USK:
ab 18 Jahren / Keine Jugendfreigabe
Entwickler:
Grasshopper
Vertrieb:
Koch Media GmbH
Betriebssystem:
Wii
HD-Auflösung:
K.A.
Anzahl Spieler:
1
Onlinefähig:
Nein
Trophäen:
K.A.
Website:
Preis:
ca. 40.00 €

SSG Meinung

Mit der Katze trainieren, dass sie abnimmt. Mit 8bit-Minispielen Geld für neue Klamotten und Waffen verdienen. Sich sehr „nette“ Manga-Zwischensequenzen anschauen, die auch meistens ein klein wenig blutig enden. Das wars eigentlich – oder hab ich was vergessen? Ach ja: Und sich von Platz 51 der Tabelle der Auftragskiller nach oben kämpfen.
.

Da ich den ersten Teil des Spieles nicht gespielt habe, bin ich völlig uneingenommen in das Spiel gestartet. Man erkennt sehr früh, dass dieses Spiel nicht auf eine hohe 3D-Grafik setzt, ist aber auch nicht weiter schlimm. Das Intro erzählt von dem wachsenden Santa Destroy – die Stadt, in der ein derbe Sprüche klopfender Held (naja, eigentlich Anti-Held) sich von Platz 51 der Rangliste von Auftragskillern an die Spitze kämpfen will / muss. Eigentlich (das bekommt der Spieler in der „Einleitung“ mit) war Travis Touchdown schon auf Platz 1 dieser Rangliste, ist aber danach für 3 Jahre verschwunden. Diese Zeit wird auch nicht erklärt, da Travis im Streit mit Sylvia (Die Frau, die die Ranglistenkämpfe organisiert) beschliesen, dass es dem Spieler völlig egal ist, was vorher war. Die Figuren schauen danach direkt aus dem Fernseher in das eigene Gesicht und man kommt sich schon ein wenig blöd vor, wenn man auf einmal virtuelle Charaktere über einen selbst entscheiden. Zurück zur Story. Um sich neue Waffen und Klamotten zu kaufen kann man verschiedene „Jobs“ annehmen (dazu aber später). Auch muss man sich um die viel zu fette Katze kümmern und mit ihr trainieren oder spielen und ihr somit beim abnehmen helfen.

Die „Jobs“ sind solche wie Kammerjäger oder Klempner. Egal was man erwartet, es kommt komplett anders. Die Jobs sind kleine 8bit-Minispiele, indem man in SNES-Manie sich durch verschiedene Stages kämpfen muss (erinnert ein wenig an das ganz ganz alte Bomberman). Um so mehr Level man schafft, umso mehr Geld kann man verdienen. Umso mehr Geld man verdient hat, umso mehr tolle Sachen kann man sich kaufen.

Die Navigation vom Hotel zu den Jobs, zu Treffpunkten oder Shops ist recht einfach gehalten. Man hat einen virtuellen Stadtplan vor sich liegen, in dem die einzelnen Schauplätze markiert sind. Wo man hin möchte kann man einfach in einer Liste auswählen. Travis fährt dann eigenständig dorthin. In einer freien Welt herumzulaufen ist also nicht möglich.
Ein für mich spektakulär gelöste Aufgabe ist das Speichern. Speicherpunkte sind überall dort, wo es Toiletten gibt. Sei es im Hotelzimmer oder zwischen den einzelnen Etappen zum Ranglistenkampf. Man steuert Travis vor eine Toilette, drückt den A-Knopf und würde sich nicht eine Klopapierrolle über den Bildschirm ausrollen, würde uns der nackte Hintern des Charakters entgegenschauen.



Das Gameplay ist relativ einfach. Schwertschläge mit dem A-Knopf, Tritte mit dem B-Knopf. Hält man den Controller nach unten, trifft man tief, hält man ihn nach oben trifft man hoch. Klar gibt es noch spezial-moves, diese werden aber in Tutorials am Anfang sehr gut erklärt und man hat auch danach genug Gelegenheit diese einzustudieren und zu langen und schmerzhaften Kombinationen zusammenzusetzen. Auch das automatische anvisieren von Gegner ist eine große Hilfe, vor allem weil man zwischen mehreren Zielen hin- und herschalten kann.



Die Grafik ist für dieses Spiel ausreichend. Im Mangastil kommt einiges doch ein wenig eckig und kantig rüber, aber das stört überhaupt nicht. Die Zwischensequenzen, in denen meistens sehr knapp bekleidetet Mädchen/Frauen gezeigt werden oder Kerle sich ordentlich auf die 12 geben sind auch getreu im Mangastil gehalten. Wobei hier die Ecken und Kanten der Personen und der Gegenstände minimal sind. Bei schnellen Kampfszenen kann es ab und an passieren, dass es kleinere Grafikfehler gibt. Da man aber eh mit dem zerschneiden von Gegnern beschäftigt ist, sticht das nur wenig ins Auge.



Gute Musik und knackige Sounds unterstützen den kleinen „Amoklauf“. Meistens wird Rock bzw. Heavy Metal gespielt und auch die Geräuschkulisse bei Kämpfen und beim „rumlaufen“ in den verschiedenen Arealen passt einfach perfekt.

Fazit:
Alles in allem ist No More Heroes 2 – auch wenn man den ersten Teil noch nie gespielt hat – ein absolut geniales Spiel. Die witzigen Minispiele und auch das Katzen-Abnehm-Programm sind eine gute Abwechslung zu den knallharten Ranglisten kämpfen. Empfehlenswert ist das Spiel für Leute, die gerne Heavy Metal Musik hören, sich liebend gern mit einem Lichtbogen-Katana durch Massen an Gegner kämpfen und sich aber auch nicht zu erwachsen dafür findet, sich um die fette Katze zu kümmern. An manchen Stellen ist die Verherrlichung von Gewalt und Finishing Moves bei Gegnern ein wenig übertrieben und auch makaber, aber im großen und ganzen ist No More Heroes 2 – Desperate Struggles ein gelungenes (aber definitiv nicht klassisches) Beat ´em Up Game für erwachsene Kinder.
 


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