Lego Harry Potter - Die Jahre 1 - 4

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Redakteur: ElWambo

Lego Harry Potter - Die Jahre 1 - 4

Genre: Fantasy

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Lego Harry Potter - Die Jahre 1 - 4
Erscheinungstermin:
25/06/2010
USK:
ab 6 Jahren
Entwickler:
Warner Bros. Interactive
Vertrieb:
Warner Bros. Interactive
Betriebssystem:
Wii
HD-Auflösung:
K.A.
Anzahl Spieler:
1-2
Onlinefähig:
K.A.
Trophäen:
Ja
Website:
Preis:
ca. 35.00 €

SSG Meinung

Seit nun mehr als 60 Jahren haben Legosteine in Kinderzimmern Einzug gehalten. Seit geraumer Zeit gibt es diese in Verbindung mit generationsprägenden Filmen. Nach Star Wars, Indiana Jones und Batman hat seit kurzem nun auch die Magie mit Harry Potter einen Platz in der digitalen Legowelt bekommen. 


Harry Potter: Die Jahre 1 – 4 geben die Geschichte aus allen 4 Teilen (wie der Titel ja schon sagt) wieder – zumindest oberflächlich. Das Spiel richtet sich an diejenigen, die schon Erfahrungen haben mit Harry, Hermine und Ron. Die Geschichte wird zwar sehr knapp (und sehr humorvoll) wiedergegeben, aber mit Grundkenntnissen aus den Filme, oder gar den Büchern, versteht der Spieler die Anspielungen besser und weiß sich auch in manchen Levels besser zu Recht zu finden.


In der Zauberschule erlernt man nach und nach verschiedene Zaubersprüche, die man sofort an einem Rätsel einsetzen muss, damit man den Unterrichtssaal wieder verlassen darf. Die Zaubersprüche helfen bei kleinen als auch bei großen Quests. So ist es möglich mit einem Spruch eine Figur wieder zusammenzubauen um Studs zu erhalten, gleichzeitig aber auch um einem Riesen (der sich in der Mädchentoilette eine Auszeit  genommen hat ...) Trümmerteile um die Ohren zu hauen um so Hermine zu retten. Und falls mal keine Zaubersprüche helfen sollten, kann man immer noch auf Tränke zurückgreifen, bei denen man sich die Zutaten erst in der näheren Umgebung such muss. 
Neben der eigentlichen Story gibt es unzählige versteckte Rätsel, in denen man zum Beispiel Fackeln in Feuerwerksraketen verwandeln muss, oder Flaggen in den Hallen der Zauberschule hissen muss. Die Belohnung dafür sind meistens Studs. Diese kleinen „Legomünzen“ sind dafür da, dass man auch noch weiterspielen kann, wenn man zufällig mal daneben springt und abstürzen sollte. Zusätzlich gibt es auch noch Belohnungen wie gelbe und rote Legosteine, die man unter anderem durch die Rettung von Mitschülern oder das Beenden von Rätseln bekommen kann. Es gibt so viel zu sammeln, zu entdecken und zu verzaubern, dass die eigentliche Storyline des Spieles nur ungefähr 30% ausmacht. So ist man hauptsächlich mit dem Sammeln von Studs und dem Rätsel lösen in der Zauberschule oder, anderen, durch die Filme bekannten Schauplätze, beschäftigt. Die meisten Rätsel sind nicht wirklich schwer (da das Spiel ja auch nicht für die ältere Generation gedacht ist). Es kommt aber hin und wieder vor das man vor richtig schweren Rätseln steht. Das Problem daran ist, dass es keinerlei Hilfe dazu gibt. Auf die Dauer wiederholen sich Aufgaben und es wird daher manchmal langweilig, weil man immer wieder das gleiche zum verzaubern, zusammensetzen oder kaputtmachen hat. Für Spieler, die mal schnell Harry Potter durchspielen möchten ist dieses Game absolut nichts. Das Game lebt davon sich quer bet durch die verschiedenen Areale zu bewegen und alles Mögliche auszuprobieren.



Die Steuerung ist recht einfach gehalten. Durch den Steuerknüppel am Nunchuck kann man seine Figur durch die einzelnen Szenen bewegen. Zaubersprüche kann man entweder durch das direkte davorstellen oder durch das Zielen mit dem Wii-Controler auslösen. Von dem her braucht das Spiel auch keine größere Einweisung wie man sich bewegt. Erklärt wird am Anfang, mit welchen Knöpfen man interagiert (wird meistens auch im Spiel an der richtigen Stelle mit einem „Z“ gekennzeichnet), mit welchen man zaubert und springt. Schwierig wird die Steuerung erst dann, wenn die fixierte Kamera zur Behinderung wird. Zwar kann man mit den Pfeiltasten die Position um wenige Zentimeter horizontal und vertikal verstellen, ist aber in manchem Situationen zu wenig und von daher nervig.



Die Grafik ist einfach Legomäßig. Das bedeutet, dass auf glatte Kanten und meisterhaft gestaltete Areale und Zwischensequenzen verzichtet wurde. Das Spiel braucht dieses aber auch überhaupt nicht. Lego ist einfach eckig und kantig. In den Zwischensequenzen wurde den Charakteren auf sehr lustige und niedliche Art und Weise Mimik und Gestik eingehaucht. Da das Spiel auf gesprochene Dialoge komplett verzichtet kommen so die einzelnen Emotionen gut rüber. Im Spiel ist alles auf Legobasis. Alles erinnert an eine Welt, die man haargenau im Wohnzimmer mit seinen Steinchen nachbauen könnte. Auch die kleinen Details sind treu den realen Legosteinchen. Die Grafik passt zum Spiel.



Der Sound ist geprägt von Elemente, die auch im Film von Warner Bros vorkommen. Musik bei bestimmten Szenen, bei Zwischensequenzen und auch im Hauptmenü erinnert an den Film und trägt zu einem absolut passenden Ambiente bei. Ob das einsammeln von Studs, das Zusammenbauen von Legosteinen oder einfach nur die Ambientegeräusche. Alle Sounds passen zueinander und tragen umso mehr zu einem in sich stimmigen Ambiente bei.

Fazit:
Alles in Allem ist Harry Potter: Die Jahre 1 – 4 ein Spiel für diejenigen, die gerne rätseln, sammeln und die Story um Harry Potter und seine Freunde mögen. Für Spieler, die auf Action und auf eine strikte Handlungsabfolge stehen ist das Game überhaupt nichts. Mir hat es viel Spaß gemacht mich durch eine magische Welt zu bewegen, zu entdecken und zu zaubern. Auch, dass alles mit Lego aufgebaut wird und so ziemlich alle Steine, Figuren und Gegenstände (sogar die Ratten, die über den Boden gleiten) haben reale Vorbilder.


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