EA SPORTS Active 2

SSG Meinung
Gesundheit für Deutschland!“ oder EA Sports Active 2 „…wird deine Einstellung zum Fitnesstraining für immer verändern“. Mit markigen Versprechungen wird bei der Neuauflage des Fitnessprogramms nicht gespart. Kann EA Vancouver Wort halten?Öffnet man den großzügig ausgestatteten Spielekarton fällt dem Sportgeneigten sofort die Zusatzhardware ins Auge: Neben einer mehrsprachigen Anleitung und der Spiele-DVD findet man hier das sogenannte Total Body Tracking System:
Dieses besteht aus einem Teraband (hier Flexband genannt), einem Total Body Tracking-Pulsmesser-Bewegungssensor für den linken Arm, einem Total Body Tracking-Bewegungssensor für das rechte Bein oben und vorne am rechten Oberschenkel (kann über Hosen und Shorts getragen werden) sowie einen USB Empfänger. Spendablerweise sind hierfür zwei AAA-Batteriesätze bereits im Set enthalten.
Bevor man loslegt, wird zunächst ein Profil erstellt. Hierfür kann man einen Avatar nach seinem eigenen Aussehen oder nach Lust und Laune erstellen. Die Anpassungsmöglichkeiten sind dabei allerdings stark begrenzt. Anschließend muss man Gewicht und Körpergröße angeben. Zudem besteht die Möglichkeit sich für die Community Programme zu registrieren und online Fortschritte aufzuzeichnen.
Nun folgt endlich das Anlegen des Total Body Tracking Systems. Dabei ist es schon fast selbsterklärend welches Hardwareteil wo am Körper befestigt wird. Falls es noch Zweifel geben sollte, folgt ein Erklärungsvideo nach Einstellung der persönlichen Daten. Tolles Feature für Wii Fit-Fans: Das Balance Board wird optional unterstützt.
Hat man Total Body Tracking System schließlich angelegt, wird der Puls gleich nach dem Einstieg im Hauptmenü angezeigt. Hier hat man die Auswahl zwischen den Menüprogrammen "Fitnessprogramme", "Tagebuch", "Workoutgruppen", "Meine Workouts" und "Online gehen".
Herzstück der Software sind die Fitnessprogramme. Hier gibt es die Auswahl zwischen einem 3 Wochen- und 9 Wochen-Fitnessprogramm. Ersteres dient der Aufbau der Fitness, letzteres steht für nachhaltige Fitness. Hat man sich für das passende Programm entschieden, lässt sich die Intensität von leicht (nichts extremes), mittel (gemäßigtes Programm) bis schwer (anspruchsvolle Workouts) einstellen.
Bevor man anfängt, gilt es jedoch noch jeweils 4 Workout-Tage und 3 Ruhetage für jeweils eine Woche des Trainings individuell einzustellen. Allerdings sollte man auf das Folgende achten: Wenn man gleich loslegen will, muss man den ersten Tag als festen Workout-Tag berücksichtigen. Später kann man nur noch Änderungen für die kommenden Wochen vornehmen.
Nun kann es endlich losgehen: Nach dem Laden der stimmungsvollen Wüstenoase, fällt sofort die Musik auf – ein Upbeat-Track der an den Nerven zehrt. Immerhin passt sich im Weiteren die Musikuntermalung zur Übung an. Und man höre und staune, die Musik in ruhigeren Phasen des Fitnesstrainings ist sogar richtig gut gelungen. Denn jedes Training ist in drei Phasen aufgeteilt: Aufwärmphase, eine Hauptphase mit Workouts und Spielen sowie eine Entspannungsphase.
Spätestens bei der ersten Übung mit dem Flexband wird deutlich, dass man genug Platz braucht. Sollte das heimische Wohnzimmer nicht mindestens 1,5 Meter Abstand zum Fernseher bieten, ist es notwendig, Couchtisch oder sonstiges im Weg befindliches Möbelstück zu verrücken.
Doch gilt es zuerst das Flexband zu befestigen. Das Teraband riecht zwar lecker nach Pfefferminz, dafür wird nicht erklärt wie dieses zu installieren sei. Letztlich wurde es für den Test an den Griffen mit einem dilettantischen Knoten befestigt, was sich als ausreichend herausstellte.
Praktischerweise gibt es vor jeder Übung, die man zum ersten Mal absolviert, jeweils ein Tutorial. zu absolvieren. Dies ist auch notwendig, denn die genaue Ausführung der Übungen wird genau überwacht und jeder Versuch mitgezählt. Schummeln ist also nicht! Ein Personal-Trainer führt jeweils die aktuelle Übung vor. Bei jeder Ausführung, wie Beispiel bei Sit-Ups, ertönt dabei ein Mario-mäßiges „Pling!“, das eingefleischte Gamer schon aufgrund dieser Analogie motivieren dürfte.
Im Test am besten gefallen haben diejenigen Workouts, die eine spielerische Komponente enthalten. So gilt es virtuelle Bälle mit Torwartbewegungen zu fangen, Kopfbälle in einem virtuellen Tor zu versenken oder einfach nur ne Runde um den Bolzplatz zu joggen. Ebenso mit am Start sind spaßige Sequenzen aus Sportarten wie Basketball, Boxen oder Mountainbiking.
Am Ende jedes Workout gibt es ein Lob und eine statistische Auswertung, wie die durchschnittliche und maximale Herzfrequenz oder die Prozentzahl des absolvierten Workouts. Danach wird schließlich die Wochen Fortschrittsanzeige aktualisiert.
Zusätzlich lässt sich unter dem Menüpunkt "Tagebuch" ein Fragenkatalog zu Lebensstil und Ernährung beantworten. Dies dient dazu, die ganzheitliche Fitness im Auge zu behalten. In Kombination mit einem gesunden Lebensstil soll die positive Veränderung nämlich noch deutlicher ausfallen. Darüber hinaus dürfen besonders Fleißige individuelle Workouts selbst zusammenstellen oder sich diese speziell von einem Personal-Trainer bestimmen lassen.
Fazit:
Ob man bei Fitnessspielen "am Ball bleibt", liegt sicher immer zu einem großen Teil an einem selbst. EA Sports Active 2 macht es einem in dieser Hinsicht immerhin um einiges leichter den eigenen Schweinehund zu bekämpfen. Zum einen verbreitet die Hardware ein Flair von Coolness, zum anderen wird die Motivation durch Minispiel-ähnliche Workouts im Ballsportbereich hoch gehalten. Die gut funktionierende Erkennung der eigenen Bewegungen mit dem Total Body Tracking System. die vielen individuellen Einstellungsmöglichkeiten und nicht zuletzt die statistischen Erhebungen der eigenen Fitness tun ihr übriges, um zu einem gelungen Gesamtkonzept beizutragen. Für alle, die gerne im Hinblick auf den Frühling ein paar Kilo Weihnachtsspeck abtrainieren wollen oder sich einfach nur fit halten wollen, sei EA Sports neue digitale Fitnessübung wärmstens empfohlen.
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