Assassin's Creed

Redakteur: Zabat

Assassin's Creed

Genre: Action

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Assassins Creed Cover
Erscheinungstermin:
13/11/2007
USK:
ab 16 Jahren
Entwickler:
Ubisoft Montreal
Vertrieb:
Ubisoft
Betriebssystem:
Xbox 360
HD-Auflösung:
1080p
Anzahl Spieler:
1
Onlinefähig:
Nein
Trophäen:
K.A.
Website:
Preis:
ca. 25.00 €

SSG Meinung

Als 2007 „Assassin´s Creed“ auf den Markt kam, löste es regelrecht todsicher einen Megahype aus. Doch trotz der hohen Verkaufszahlen und der anfänglichen Euphorie ist „Assassin´s Creed“ den Erwartungen nicht ganz gerecht geworden.

Als ich zum ersten Mal den Trailer zu „AC“ im Fernsehen sah sprang ich förmlich aus dem Sessel und war hin und weg. Ich steh nun mal auf solche Spiele. Fernab in einer anderen Zeit weit vor „Hitman“ & Co spielt dieser Titel im „Heiligen Land“ im Jahre 1191. Man Schlüpft in die Rolle eines jungen Assassinen von hohem Rang und verpatzt auch sofort den ersten Auftrag und bricht dazu noch sämtliche Regeln der Bruderschaft. Altair, so sein Name, wird deshalb degradiert, bekommt aber eine zweite Chance und muss um seine Ehre wieder herzustellen neun Aufträge erfüllen.

Soweit so gut. Ich mach also das Spiel an und fang an zu zocken. Das Setting, die Grafik und das komplette Design der Szenerie.... bombastisch. Man wird förmlich von der bombastischen Landschaft und den hervorragenden Bewegungsanimationen gefangen genommen.

Man spielt also ein bisschen rum in dieser altertümlichen Umgebung und irgendwann ..zack.. man findet sich in einem futuristischen und kahlen Laborraum wieder. Dein echter Name ist Desmond Miller du bist Barkeeper von Beruf und Nachfahre des Assassinen Altair. Der Grund warum man hier ist: Entführung. Ein undurchsichtiger Doktor wühlt mit Hilfe des Animus tief in den Erinnerungen des armen Drinkmixers um mehr über die Taten Altairs zu erfahren.

Und eben diese sind diese neun Aufträge bei denen man wie hätte es anders sein sollen neun hochgradige Persönlichkeiten „beseitigen“ muss.

Nachdem man dann mit dem Meister der Bruderschaft geredet hat kann man in eine der drei Städte Akkon, Damaskus oder Jerusalem reiten. Da man aber natürlich meist nur den Namen des Opfers weiß heißt es erstmal Infos ranschaffen. Dazu klettert man erstmal auf mehrere Aussichtspunkte um sich einen Überblick über das jeweilige Viertel zu verschaffen. Wenn man auf einem der Aussichtspunkte war werden in näherer Umgebung Nebenmissionen zur Beschaffung der Informationen angezeigt. Als ich auf meinen ersten Turm kletterte wollte ich eigentlich gar nicht mehr runter. Der Ausblick ist so gigantisch das man vielleicht sogar Stunden auf so nem Ding sitzen könnte wäre da nicht der megacoole, todesverachtende Sprung zurück auf sicheren Boden den man nicht oft genug mit ansehen kann.

So, und nun sind wir auch schon bei der großen Schwäche von „AC“: Abwechslung.

Für das Beschaffen der Informationen gibt es vier Möglichkeiten: Taschendiebstahl, Belauschen, Verprügeln mit anschließender Befragung von Rednern und Informanten aus der Bruderschaft selbst. Die einzige wirkliche Nebenmission ist das Retten von Bürgern. An manchen Orten belästigen Stadtwachen unschuldige Bürger. Man geht hin visiert eine der Wachen an und schon geht´s ab in den Kampf. Die Kämpfe machen schon Spaß aber leider auch nur anfangs. Irgendwann braucht man sich nur noch hinstellen, zu warten das ein Gegner angreift und diesen mit einem Konterschlag und einem schönen Finishing-Move niederzustrecken. Diese Moves sind zwar echt schön mit anzuschauen aber die Kämpfe stellen nach kurzer Zeit keine Herausforderung mehr dar denn egal ob ein oder neun Gegner um einen rumstehen man wir immer nur von einem einzigen angegriffen. Die Kämpfe dauern dann so und so lang je nachdem wieviele Gegner sich in ihren Tod stürzen wollen und dann spricht man mit dem NPC der einem dankt und dann schnell noch über die Dächer weg und fertig. Oftmals reicht es schon kurz „unterzutauchen“ sprich mit gesenktem Kopf und gefaltenden Händen davonzutrotten um nicht von den neuen Wachen entdeckt zu werden die vor lauter Verwunderung „Wer hat das getan?“ etc. schreien.

Anfangs muss man noch mindestens zwei, später drei Infos sammeln um das Attentatsziel freizustellen und sich die Erlaubnis für das Attentat beim hiesigen Bruderschaftsbüro abzuholen.

Leider ändert es nichts am Ablauf des Auftrags ob man nur die Mindestanzahl der Infos sammelt oder alle mitnimmt. Ihr geht also in die Unterkunft des Kontaktmanns teilt dem eure Informationen mit und könnt euch dann auf den Weg zum Auftragsziel machen. Nachdem ihr diesen dann getötet habt folgt noch eine durchaus schöne Flucht. Denn über diese Dächer zu springen, klettern, hangeln oder durch die verwinkelten Gassen zu rasen macht absolut Spaß. Und auch hier kommt das wunderschöne Setting zum Zug. Das Design der Stadt ist so grandios das man öfter auch mal gerne daneben springt weil man sich gerade an dieser oder jener fantastischen Aussicht ergötzt hat. Sobald aber die Wachen einen aus den Augen verloren haben springt man in einen Heuhaufen, springt in kleine Häuschen die auf den Dächern stehen, setzt sich auf eine Bank oder man reiht sich in eine Gruppe Geistlicher ein. Die Wachen geben die Suche auf und man kann zurück zum Kontaktmann.

Mission complete!
Nächster Auftrag, selber Ablauf! Leider.

Die Spannung ist dahin und „Assassin´s Creed“ hat leider auch etwas mehr versprochen als es halten konnte. Die ersten Missionen holt man noch alle Infos und dann wird das Sammeln einfach nur noch hinter sich gebracht um der Story zu folgen. Die Steuerung ist zwar sehr angenehm und auch schön einfach angelegt doch gerade hier fehlt dann doch die Herausforderung für erfahrene Zocker.

Fazit:
Hätte es eine größere, abwechslungreichere Auswahl an Haupt- und Nebenmissionen gegeben, wäre dieses Spiel wohl für so ziemlich jedermann ein Pflichtkauf geworden. Nun jedoch ist es eher reine Geschmackssache. Wem ein solches Setting und Konzept richtig Freude macht und man auf Mittelalter, Ninjas und ähnliches steht für den ist es sicher ein Titel den es sich zu kaufen lohnt. Anderen jedoch wird früher oder später recht schnell die mangelnde Abwechslung die Lust am Spiel nehmen.

Zabat

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