Avatar: Das Spiel

Redakteur: Zabat

Avatar: Das Spiel

Genre: Action/Adventure

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Avatar: Das Spiel Cover
Erscheinungstermin:
03/12/2009
USK:
ab 16 Jahren
Entwickler:
Lightstorm Entertainment
Vertrieb:
Ubisoft
Betriebssystem:
Xbox 360
HD-Auflösung:
1080p
Anzahl Spieler:
1-16
Onlinefähig:
Ja
Trophäen:
Ja
Website:
Preis:
ca. 50.00 €

SSG Meinung

Avatar – Aufbruch nach Pandora ist ein Science-Fiktion-Film des Regisseurs James Cameron, der weltweit am 17. und 18. Dezember 2009 in den Kinos anlief. Mit seinen Gesamteinnahmen von derzeit 2,4 Milliarden US-Dollar ist er der weltweit der finanziell erfolgreichste Film und zugleich der erste Film überhaupt, der die 2-Milliarden-Dollar-Grenze überschritten hat. Dafür verantwortlich ist mit ziemlicher Sicherheit die Flut an spektakulären Bildern, Kulissen und Spezialeffekten. Zudem leitet der Film auch eine neue Epoche des 3D-Films ein.

Ähnlich spektakulär ist aber auch die Lizenzversoftung des Films. Großartige Bilder, eine lebendige Flora und Fauna mit wahnsinnig viel Daten und Erklärungen die man im Spiel mittels Scan sammeln kann. Was meiner Meinung auch sehr gut gemacht wurde ist eine ungeschrieben Regel der Filmversoftung. Die Spielhandlung ist keine Kopie der Filmhandlung. Zwar ist das an wenigen Stellen etwas unstimmig und man denkt sich manchmal dass das so nicht passen kann aber kleine Fehler gibt es immer. Im Grunde ist das Spiel eine wilde Mischung aus Action-, Strategie- und Rollenspiel.

Was man nebenbei auch noch erwähnen sollte ist zwar momentan für europäische Länder nicht so wichtig, da die nötige Hardware schwer bis gar nicht zu bekommen ist aber trotzdem ein großer Fortschritt in der Spieletechnik. Avatar ist das erste Spiel, das wirkliches stereoskopisches 3D-Spielen unterstützt. Dafür braucht man aber leider ein TV-Gerät , das „3D-ready“ ist. Und nicht nur das. Zudem braucht man aber auch die volle HD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten und eine Xbox 360 mit HDMI-Ausgang. Achja... die 3D-Brille nicht zu vergessen. Aber nicht verzagen, ab 2010 soll es auch hierzulande die benötigte Hardware zu kaufen geben. Ab ca. 1000€ soll man mit von der Partie sein.

Die Handlung des Spiels setzt 2 Jahre vor der des Films an. In diesem Zukunftsszenario sucht die Menschheit mit Hilfe eines militärisch-wirtschaftlichen Konzern namens RDA (Resources Development Administration) nach rohstoffreichen Planeten. Der Mond Pandora entpuppt sich als perfekter Fund. Massenweise Rohstoffe die auf der Erde einen Wert haben den man sich kaum zu erträumen wagt. Jedoch ist das nicht das einzige Vorkommen auf diesem Planeten. Eine Zivilisation, die Ureinwohner Pandoras, die Na´vi. Ein Volk das stark an die süd- und nordamerikanischen Ureinwohner erinnert.

Der Hauptcharakter des Spiels ist ein Mensch. Funkexperte Able Ryder, ein Mensch der als einer von Wenigen dazu auserwählt wurde an dem „Avatar-Programm“ teilzunehmen. Hierbei kombinieren Wissenschaftler menschliche DNA mit der der Na´vi und übertragen den menschlichen Geist in den neuen, riesigen blauen Körper. Eigentlich soll auf diese weise die Diplomatie zwischen den Völkern vereinfacht werden, jedoch hört man hinter vorgehaltener Hand, dass man einen Spion aus den eigenen Reihen ausfindig machen soll. Und schon hier spürt man das da einiges im Busch ist und ein Krieg zwischen den Völkern wohl unausweichlich ist.

In Third-Person-Perspektive hechtet man durch die Urwälder von Pandora bis man irgendwann vor die Wahl gestellt wird. Entscheidet man sich die Na´vi und ihre Heimat zu schützen und verrät somit sein Volk oder unterstützt man die RDA die Na´vi zu vertreiben und an die wertvollen Rohstoffe zu gelangen. Von da an kämpft man nur noch auf einer Seite. Als RDA-Soldat kämpft man mit voller Militärpower gegen die Na´vi. Buggys, Tarnanzug, Feuerkraft, Mechs und Kampfhubschrauber scheinen die Na´vi spielend zu plätten jedoch haben auch die Na´vi überaus mächtige Fähigkeiten. Wie Schamanen werden sie plötzlich unsichtbar und bewegen sich schneller als das Auge sehen kann. Die Na´vi kämpfen hauptsächlich mit Nahkampfwaffen, der Bogen aber entpuppt sich als durchschlagkräftige Waffe. Das liegt aber größenteils daran das ein Pfeil der Na´vi so groß ist wie ein Speer der Menschen. Die Urinwohner Pandoras sind nicht nur blau und haben ein seltsames Aussehen sondern sie überragen die Menschen auch gut ums Doppelte.

Beide Seiten haben also ihre Vor- und Nachteile. Das Rollenspielsystem ist einfach gestrikt. Jeder geplättete Gegner und jede erledigte Aufgabe gibt Erfahrungspunkte, die automatisch neue Waffen und Fähigkeiten freischalten. Zwar wirkt das RPG-System etwas platt aber es bringt neue Spielmotivation. Zwar gibt es immer wieder heftige Duelle die hin und wieder etwas stressig werden, da Gegner immer wieder respawnen, jedoch wurde auf übermäßige Gewaltdarstellung verzichtet. Eliminierte Gegner lösen sich ohne Splattereffekte in Luft auf. Das schadet dem Titel aber ganz und gar nicht. Der größte Teil des Spiels ist aber definitiv ein actiongeladenes gutaussehendes Spektakel in dem es eine Vielfalt an Missionen zu erledigen gibt.

Zu alle dem gibt es an speziellen Kommandozentralen Zugriff auf ein rundenbasierendes Strategiespiel das stark an Risiko erinnert. Ganz umsonst ist das Spiel aber nicht, je nachdem welches Feld man erobert bekommt man Boni auf Rüstung, Schaden etc. und pp.

Auch einen Mehrspielermodus hat das Entwicklerteam ausgepackt. Bis zu 16 Spielern können sich in mehreren Spielmodi über Xbox Live an den Kragen gehen. Capture the Flag und Team Deathmatch sind nur zwei davon. Außerdem kann man zwischen 12 Waffenklassen, 15 Rüstungsklassen und 14 Spezialfähigkeiten entscheiden.

Fazit:
Für eine Filmversoftung wirkt das Spiel nicht nur gut es ist es auch. Man merkt das die Entwickler in engem Kontakt mit den Filmteam standen und auch wenn es ein paar kleine Makel gibt ist
Avatar eines der am besten entwickelten Lizensspielen die ich je spielen durfte. Guter Titel, stimmige Welt und wegen der beiden Handlungsstränge hoher Wiederspielwert.


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