Bayonetta

Redakteur: Zabat

Bayonetta

Genre: Action/Adventure

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Cover
Erscheinungstermin:
08/01/2010
USK:
ab 18 Jahren / Keine Jugendfreigabe
Entwickler:
Platinum Games
Vertrieb:
Sega
Betriebssystem:
Xbox 360
HD-Auflösung:
1080p
Anzahl Spieler:
1
Onlinefähig:
Nein
Trophäen:
Ja
Website:
Preis:
ca. 30.00 €

SSG Meinung

Hideki Kamiya, Schöpfer der Devil May Cry-Serie und Chefdesigner von Bayonetta  sprach in Interviews immer wieder von "Over the top action" in Bezug auf sein neues Projekt. Ja klar so ziemlich jeder Entwickler erzählt wie großartig sein Werk ist aber eins muss man dem Herrn Kamiya auch lassen... die Devil May Cry-Serie  hatte es schon ordentlich in sich.

Und auch bei Bayonetta muss ich nur manisch kopfnickend dasitzen und mit Konfetti um mich werfen. Ja ja ja DAS Spiel ist einzigartig. Ich habe noch nie ein Spiel gespielt das so dermaßen durchgeknallt, abstrus und verwirrend großartig ist wie Bayonetta. Es hat mich förmlich aus den Socken gehauen ein Spiel das noch rasanter und schneller ist als Devil May Cry.

Klar das Leveldesign erinner stark an Devil May Cry  aber das stört einen wenig wenn man die wackelnden Hüften und den hüpfenden Busen dieser schwarzhaarigen Schönheit im Licht förmlich strahlen sieht. Hey, kein Witz ich hab so manch einen sagen hören Bayonetta sei ein spielbarer Porno und das obwohl kein Geschlechtverkehr, geschweige den entblößte Geschlechtsteile zu sehen sind. Naja zumindest wäre damit die Zielgruppe geklärt.
Zurück zum eigentlichen Thema. Jeder der Devil May Cry gespielt hat kennt das Prinzip der langen schlauchartigen Level in denen man Unmengen an Minions zurück in die Hölle (in diesem Fall zurück in den Himmel) schickt und man am Ende auf einen völlig übertrieben großen Endgegner stößt. Jup?! Bayonetta ist das gleiche in grün... oder soll ich besser sagen in Lack und Leder. Und wer angesichts von hektoliterweise Lebenssaft aus Engelsscharen Übelkeit verspürt sollte entweder das Spiel beenden oder wozu ich raten würde Tabletten dagegen nehmen und weiterspielen.
Was zusätzlich anfangs noch etwas verwirrt und gewöhnungsbedürftig ist, ist der dauerhaft in Kämpfen dudelnde J-Pop. Diesen kann man zwar abstellen wovon ich aber abraten würde. Irgendwie gewöhnt man sich tatsächlich dran und man verspürt eine gewisse Freude wenn der J-Pop erklingt und man dadurch auf neue Scharen von Engelsbestien hingewiesen wird. Und irgendwie hat das Stil mit dieser musikalischen Untermalung Engeln ihre Flügel auszureißen.

Was zum Teufel? Oh ja diese Frage habe ich mir am Anfang oft gestellt. Die ersten Stunden von Bayonetta verursachen Hirnschwamm vom Feinsten und man glaubt tatsächlich irgendwas Falsches eingeworfen zu haben aber nein, keine Sorge das gehört so.
Am Anfang wirkt alles erstmal wirr verstrickt, merkwürdig konstruiert und in sich nicht schlüssig. Aber zunächst einmal dreht sich alles um Bayonetta. Bayonetta ist nicht nur Titel des Spiels sondern auch der Name der bespielten Hexe. Ja richtig gehört eine Hexe. Eine waschechte Hexe, bewaffnet mit Magie, Maschinenpistolen und ihren großen.....räusper..... Stilettos. Sie ist groß gewachsen, hat langes schwarzes Haar, trägt eine schwarz umrandete Brille, grinst lasziv mit Lollipop zwischen den Lippen und erinnert stark an das Bild einer Sekräterin nur mit weniger Bekleidung. Sie trägt nämlich keine. Zumindest nicht direkt. Ihr Körper wird lediglich von ihrem langen, schwarzen Haar ummantelt und erinnert an ein enges Lack und Leder-Outfit.
Was die Handlung angeht, sollte ich hier nur ansatzweise versuchen das zu erklären würde spätestens nach einem Satz keiner mehr ansatzweise verstehen um was es geht. Deswegen lass ich das lieber.
Wenn man das Spiel durchspielt fügen sich langsam aber sicher alle verwirrenden Einzelheiten zusammen und man bekommt langsam aber sicher den Durchblick. Wie auch schon in Devil May Cry sind die Zwischensequenzen ein richtiger Hingucker und jede Millisekunde wert.
Das Ziel ist einfach. Bayonetta muss ihre alte Kraft zurückbekommen um gegen die himmlischen Heerscharen bestehen zu können. Das Kampfsystem ist simpel und zugleich wahnsinnig umfangreich. Man hämmert auf die Tasten und kann auch verschiedene Kombos aus dem Ärmel schütteln um immer länger werdende Komboketten zu sammeln. Allein die Verrenkungen mit denen sie die Pistolen an ihren High-Heels abfeuert sind es wert sich mit Massen und Massen von Engelsscharen anzulegen. Löst man spezielle Angriffe aus löst sich das Haar von Bayonettas Körper und schlägt mit vernichtender Wucht in Scharen von Putten-ähnlichen Engelsgesichtern.
Wahnsinn? Durchaus, aber wie man weiß liegt Genie und Wahnsinn sehr sehr nah beieinander. Und ja ihr habt richtig gehört...das Haar löst sich von ihrem Körper und entblößt so einiges, lediglich die intimsten Stellchen werden von hauchdünnen Streifen überdeckt.
Ein weiterer wichtiger Punkt im Kampf ist die Bullet-Time. Diese wird aktiviert wenn man einem gegnerischen Angriff im letzten Moment ausweicht. Szeneastik pur. Sobald man dann genug Feinde getötet hat ohne getroffen worden zu sein kann man die sogenannten Folterattacke benutzen. Anfangs wäre das eine eiserne Jungfrau in die der nächstbeste Feind mithilfe der unmenschlich hohen Stilettos gekickt wird und dann kräftig die Tür zu. Feierabend. Hierbei muss ich aber anmerken das diese Szenen so überspitzt animiert sind das jeglicher Bezug zur Realität verfällt. Ja klar es ist brutal und ein heilloses Massaker aber lange nicht so brutal wie manch anderes Game. Trotz alledem ist es völlig klar und verständlich das hier die USK18 auf dem Cover prangt. Da gibt es keine Widerrede. Vielleicht sollte ich auch kurz anmerken das Bayonetta nur ungeschnitten zu haben ist.
Im Verlauf des Spiels schaltet man nach und nach neue Waffen frei die noch mehr Kombos und Möglichkeiten des nicht enden wollenden Massakers freischalten. Langzeitspaß garantiert.

Fazit:
Lange Rede kurzer Sinn. Dieses Spiel ist ein Meisterwerk. Man kann zwar den ein oder anderen Ruckler feststellen aber darüber sieht man mit einem Glitzern in den Augen hinweg und konzentriert sich wieder auf die wogenden..... 'tschuldigung.... den packenden Handlungsstrang des Spieles. Der verstellbare Schwierigkeitsgrad verspricht vor allem Neulingen ein frustloses Meistern dieser wundervollen Spielkomposition.
Ein Must-Have für alle die ein bisschen Wahnsinn und Farbe in ihr Videospielleben bringen wollen. Garantierter Dauergrinsfaktor.

In diesem Sinne

HexHex!

Euer Zabat


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