BlazBlue: Calamity Trigger
Redakteur: Zabat

Erscheinungstermin:
25/03/2010
USK:
ab 12 Jahren
Entwickler:
Arc Sytem
Vertrieb:
Head Up Games
Betriebssystem:
Xbox 360
HD-Auflösung:
1080p
Anzahl Spieler:
1-2
Onlinefähig:
Ja
Trophäen:
Ja
Website:
Preis:
ca. 40.00 €
SSG Meinung
Beat'em Up´s stehen momentan wieder hoch im Kurs. Neben Tekken 6, Street Fighter VI und Super Street Fighter IV ist BlazBlue nur eines von vielen Vollpreis und Arcade-Prüglern auf der Xbox360.Und auch die 2D-Optik hat nicht an ihrem Reiz verloren, ganz im Gegenteil, die meisten aktuellen Prügelspiele basieren wieder auf dieser „alten“ Grafik. „BlazBlue: Calamity Trigger“ ist das neue Werk der Erfinder der Kultklopperei „Guilty Gear“. Zwar konnten sich andere Teile unserer Erdkugel schon seit Juni letzten Jahres daran austoben aber seit März 2010 können sich auch europäische Zocker die Birne mit „BlazBlue“ weich prügeln. Hier sollte man erwähnen das es lange ungewiss war ob dieser Titel hier überhaupt erscheint, denn der Anime-Look hat sich in Europa kommerziel meistens nicht bewährt. Da aber „BlazBlue“ weltweit nur Top-Wertungen erhalten hat entschied sich der Publisher dann wohl doch für die Veröffentlichung in Europa.
Der Spielaufbau bleibt klassisch. Zwei Kämpfer betreten die Arena, einer geht danach als Sieger wieder raus. Mit gerade Mal 12 Charakteren sticht das Spiel zwar nicht mit „Artenvielfalt“ heraus, punktet aber an anderen Stellen ganz gewaltig. Die Basis-Steuerung zum Beispiel ist so simpel das jeder der irgendwann einmal ein Beat'emUp in der Konsole hatte damit zurecht kommt aber sobald man sich ein bisschen mit den einzelnen Charakteren beschäftigt kann man Spezialattacken vom Stapel lassen die jeden Gegner das fürchten lehren. Jeder Kämpfer beherrscht nur drei grundlegende Angriffsvarianten aber jeder von ihnen hat auch seine Stärken und Schwächen welche meiner Meinung nach sehr gut ausgewogen sind.
Die drei ersten Knöpfe sind einfach für schwache, mittlere und starke Attacken. Den feinen aber großen Unterschied macht der Superpower-Button. Hiermit aktiviert man individuelle Specialmoves. Für Anfänger werden sich diese Kombinationen anfangs aber wohl eher als scheinbar unmögliche Fingerakrobatik entpuppen. Aber auch hier punktet das Spiel mit Ausgewogenheit denn die Kombinationseingabe ist so tolerant das auch Neulinge den ein oder anderen ordentlichen Move zustande bringen und somit auch gewinnen können. Aber ich kann jeden der am Rande der Verzweiflung oder gebrochenen Fingern steht trösten, nach ein wenig Spielzeit gelingen jedem früher oder später die ganz ganz heftigen Attacken und dann löst das ein regelrechtes Feuerwerk auf eurem Bildschirm aus das bis dato so noch nicht gesehen wurde. Fabelhaft! Und wer es wirklich zum Verzweifeln nicht schafft diese gewitterartigen Attacken zu starten kann sich immer noch des Trainingsmodus behelfen. Dieser Modus hat so viele individuelle Einstellungen das ein jeder hier zum Profi wird. Hier kann man Offensive und Defensive trainieren, Angriffe, Blocks und Konter solange durchkauen bis man die Tastenfolgen noch im Schlaf eingibt.
Aber nebst diesem eh schon so kurzweiligen Modus glänzt ja eigentlich viel mehr der umfangreiche Storymodus. Hier kann man mit zehn der zwölf Charakteren dem Handlungsstrang der einzelnen Kämpfer folgen. Die Story wird hier vorrangig über Texttafeln, gesprochenem Text und Standbildern erzählt. Da ihr an verschiedenen Punkten Entscheidungen treffen müsst werdet ihr auch hier sicherlich für mehrere Stunden beschäftigt sein. Wer sich dann noch alle Boni, Artworks, Erfolge etc. etc. holen möchte wird sich noch einige Stunden länger mit „BlazBlue“ beschäftigen müssen.
Ach ja und bevor ich es vergesse – wie bei jedem ordentlichen Prügelspiel geht es ja auch eher darum sich mit Freunden ordentlich auf die virtuelle Waffel zu geben. Offline ist das wie gehabt mit 2 Spielern im Versus-Modus gegeben. Hier kann man einzelne Matches gegen den COM oder Freunde bestreiten. Online kann man sich dann mit bis zu 5 Mitspielern auf die virtuelle Kauleiste hauen. Zwar erfolgt das auch nur in 1on1 Battles jedoch nehmen die anderen Mitstreiter einfach gemütlich Platz und schauen sich den Fight bis zum K.O. an – hier wird dann einfach gewechselt und der Sieger darf sich mit dem nächsten Kontrahenten messen. Auch die Verbindungsqualität erwies sich als nahezu makellos.
Fazit:
Mit „BlazBlue: Calamity Trigger“ hat das Entwicklerteam von Arc System Works ganze Arbeit geleistet. Ein hammermäßiges Design mit visuellen Blitzlichtgewittern die ruckelfrei jeden Epileptiker den nächsten Anfall bekommen lassen. Trotz des hohen Anspruchs ist das Game gut erlernbar und auch die Ohren werden von lieblichen J-Rock umspielt. Kurz gesagt ist dieses Beat'emUp sein Geld wirklich wert und vor allem Fans des Genres sollten die Finger unter keinen Umständen von diesem Spiel lassen.
In diesem Sinne:
Let the bodies hit the floor!
Euer Zabat
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