Bodycount
Verfasst von Iceman05 am Sa, 12/06/2010 - 18:56
Bodycount konzentriert sich hauptsächlich aufs Ballern, die Story verwirrt etwas, und hätte ein einfallsreicheres und durchdachteres Konzept haben können. Dazu kommt noch dass die Missionen ziemlich kurz sind und die Kampagne in gut fünf bis sechs Stunden durchgespielt ist. Doch von Anfang an: Wir spielen einen Agenten der Spezialeinheit „The Network“, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Geschäfte der Organisation „Target“ aufzudecken. Die Schauplätze befinden sich in Asien und Afrika, wo sich noch weitere verfeindete Gruppierungen befinden, die sich sogar untereinander bekämpfen. Doch leider bringt das Abenteuer keine Höhepunkte mit sich, zudem wirken die Zwischensequenzen samt Funksprüchen lustlos und wenig liebevoll gestaltet. Einige werden sich sagen: „Wer braucht schon eine umfangreiche und gute Story? Ich will doch einfach nur Ballern.“
Auf diese Gruppe hat es Codemasters wohl abgesehen, denn Bodycount bietet eine zerstörbare Umgebung. Das heißt Stühle, Türen, Wände, Säulen und sogar Mauern können befeuert werden, so dass deutlich sichtbare Schäden zu erkennen sind. Dieses Feature ist besonders hilfreich um Feinde zu eliminieren, bevor sie den Spieler überhaupt entdecken. So machen die actionreichen Ballereien viel Spaß, zudem es durchaus auch einige intelligente Gegner gibt. Statt Blut und Körperteile bietet Bodycount dem Spieler nach dem Ausschalten eines Kontrahenten, bunte sog. „Interna“. Diese sorgen dafür dass sich die Anzeige in der linken Bildschirmecke füllt. Wenn ein Segment vollständig aufgefüllt ist, kann eine von vier Spezialfähigkeiten eingesetzt werden. Der Adrenalinmodus, die Feuermunition, Feinde besser erkennen und der Luftschlag helfen vor allem in brenzligen Situationen um dem Tod zu entkommen. Die Spezialfähigkeiten stehen jedoch nicht alle von Beginn an zur Verfügung, sondern müssen nach und nach freigeschaltet werden.
Doch auch wenn Bodycount grafisch nur durchschnittlich ist und wir sicherlich schon bessere Explosionseffekte und Schauplätze gesehen haben, kann es diesen Minuspunkt durch die wie vorhin schon erwähnten actionreichen Schusswechsel ausgleichen. Vermutlich ist die zerstörbare Umgebung ein Grund dafür, dass Bodycount keine Grafikpracht á la Crysis bietet.
Ein weiterer Negativaspekt ist die Tatsache dass sich der Spieler nicht mehr weiter bewegt, sobald die Waffe angelegt wird, um genauer zu zielen. Er lehnt sich lediglich etwas seltsam seitwärts. Diese Steuerungsmechanik ist nicht nur gewöhnungsbedürftig, sondern auch umständlich und macht den Kampf gegen das Böse nicht einfacher. Doch damit nicht genug, das Zielen wirkt etwas träge bzw. die Reaktion ist etwas langsam. Das ist vor allem dann ein Nachteil, wenn viele Feinde plötzlich vor einem stehen und schnell gehandelt werden muss.
Der Online-Modus bietet solide Standard-Kost. Deathmatch, Team-Deathmatch und Co-Ops bieten ausreichende Abwechslung und trösten über die zu kurz geratene Kampagne hinweg. Die Partien laufen weitestgehend lagfrei, nur an der Anzahl der Mitstreiter haperte es in unserem Test noch.
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Redakteur: Iceman05

Erscheinungstermin:
01/09/2011
USK:
ab 18 Jahren / Keine Jugendfreigabe
Entwickler:
Codemasters Guildfort
Vertrieb:
Codemasters
Betriebssystem:
Xbox 360
HD-Auflösung:
K.A.
Anzahl Spieler:
1
Onlinefähig:
Ja
Trophäen:
Ja
Website:
Preis:
SSG Meinung
Wer Codemasters hört, denkt zuerst an Rennspiele wie TOCA Touring Cars, DiRT oder F1. Doch der britische Entwickler und Vertreiber von Videospielen versucht sich erstmals seit langem wieder an einem Ego-Shooter, nämlich Bodycount. Man darf gespannt sein ob die Shooter-Szene ein gutes Pflaster für Codemasters ist, oder heißt es am Ende doch: „Schuster, bleib bei deinen Leisten“?Bodycount konzentriert sich hauptsächlich aufs Ballern, die Story verwirrt etwas, und hätte ein einfallsreicheres und durchdachteres Konzept haben können. Dazu kommt noch dass die Missionen ziemlich kurz sind und die Kampagne in gut fünf bis sechs Stunden durchgespielt ist. Doch von Anfang an: Wir spielen einen Agenten der Spezialeinheit „The Network“, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Geschäfte der Organisation „Target“ aufzudecken. Die Schauplätze befinden sich in Asien und Afrika, wo sich noch weitere verfeindete Gruppierungen befinden, die sich sogar untereinander bekämpfen. Doch leider bringt das Abenteuer keine Höhepunkte mit sich, zudem wirken die Zwischensequenzen samt Funksprüchen lustlos und wenig liebevoll gestaltet. Einige werden sich sagen: „Wer braucht schon eine umfangreiche und gute Story? Ich will doch einfach nur Ballern.“
Auf diese Gruppe hat es Codemasters wohl abgesehen, denn Bodycount bietet eine zerstörbare Umgebung. Das heißt Stühle, Türen, Wände, Säulen und sogar Mauern können befeuert werden, so dass deutlich sichtbare Schäden zu erkennen sind. Dieses Feature ist besonders hilfreich um Feinde zu eliminieren, bevor sie den Spieler überhaupt entdecken. So machen die actionreichen Ballereien viel Spaß, zudem es durchaus auch einige intelligente Gegner gibt. Statt Blut und Körperteile bietet Bodycount dem Spieler nach dem Ausschalten eines Kontrahenten, bunte sog. „Interna“. Diese sorgen dafür dass sich die Anzeige in der linken Bildschirmecke füllt. Wenn ein Segment vollständig aufgefüllt ist, kann eine von vier Spezialfähigkeiten eingesetzt werden. Der Adrenalinmodus, die Feuermunition, Feinde besser erkennen und der Luftschlag helfen vor allem in brenzligen Situationen um dem Tod zu entkommen. Die Spezialfähigkeiten stehen jedoch nicht alle von Beginn an zur Verfügung, sondern müssen nach und nach freigeschaltet werden.
Doch auch wenn Bodycount grafisch nur durchschnittlich ist und wir sicherlich schon bessere Explosionseffekte und Schauplätze gesehen haben, kann es diesen Minuspunkt durch die wie vorhin schon erwähnten actionreichen Schusswechsel ausgleichen. Vermutlich ist die zerstörbare Umgebung ein Grund dafür, dass Bodycount keine Grafikpracht á la Crysis bietet.
Ein weiterer Negativaspekt ist die Tatsache dass sich der Spieler nicht mehr weiter bewegt, sobald die Waffe angelegt wird, um genauer zu zielen. Er lehnt sich lediglich etwas seltsam seitwärts. Diese Steuerungsmechanik ist nicht nur gewöhnungsbedürftig, sondern auch umständlich und macht den Kampf gegen das Böse nicht einfacher. Doch damit nicht genug, das Zielen wirkt etwas träge bzw. die Reaktion ist etwas langsam. Das ist vor allem dann ein Nachteil, wenn viele Feinde plötzlich vor einem stehen und schnell gehandelt werden muss.
Der Online-Modus bietet solide Standard-Kost. Deathmatch, Team-Deathmatch und Co-Ops bieten ausreichende Abwechslung und trösten über die zu kurz geratene Kampagne hinweg. Die Partien laufen weitestgehend lagfrei, nur an der Anzahl der Mitstreiter haperte es in unserem Test noch.
Fazit
Codemasters ist bekannt für erstklassige Rennspiele wie anfangs erwähnt, doch auch wenn Bodycount gewiss kein schlechter Ego-Shooter ist, gegen die starke Konkurrenz wird er sich nicht durchsetzen können. Man merkt schnell dass Codemasters Erfahrung auf diesem Gebiet fehlt. Zwar machen die Schießereien Spaß und auch die zerstörbare Umgebung ist nett, doch für eine Topwertung muss die Story aufgebohrt, sowie die hauseigene und universell einsetzbare EGO-Engine verbessert werden.
So bleibt Bodycount lediglich ein Game für Hardcore-Zocker, die einfach nur Zerstören wollen oder für ein kurzes Abenteuer für zwischendurch.
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