Call of Duty: Black Ops

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Redakteur: Iceman05

Call of Duty: Black Ops

Genre: Shooter

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Cover Call of Duty: Black Ops
Erscheinungstermin:
09/11/2010
USK:
ab 18 Jahren / Keine Jugendfreigabe
Entwickler:
Treyarch Corporation
Vertrieb:
Activision
Betriebssystem:
Xbox 360
HD-Auflösung:
720p
Anzahl Spieler:
1 - 18 (online)
Onlinefähig:
Ja
Trophäen:
Ja
Website:
Preis:
ca. 65.00 €

SSG Meinung

Call of Duty ist wohl jedem Zocker ein Begriff. Der Publisher Activision räumte mit seiner Call-of-Duty-Reihe in der Vergangenheit einen Preis nach dem anderen ab. Der Vorgänger Modern Warfare 2 schaffte es gar ins Guinnessbuch der Rekorde und bescherte Activision zugleich Einnahmen in Milliardenhöhe. Da liegt der Gedanke nahe, dass Black Ops an die Erfolge der Vergangenheit anknüpfen wird. Dabei ist das Spiel wegen seines Szenarios nicht ganz unumstritten, denn während sich die früheren Teile der Serie im zweiten Weltkrieg abspielten, wird in den Modern-Warfare-Titeln in fiktiven Kriegsszenarien mit moderner Ausrüstung gespielt. Ob auch in diesem Jahr nicht nur die hohen Erwartungen der zahlreichen Fans, sondern auch die des Publishers selbst erfüllt werden, zeigt uns dieser Test:

Die Story, bestehend aus 15 Missionen, ist größtenteils im Kalten Krieg angesiedelt. Gespielt wird im Geschichtsverlauf nicht nur mit einer Person, sondern mit Mason, Hudson und Reznov gleich mit drei verschiedenen Protagonisten. Los gehts mit dem Elitesoldaten Alex Mason, der angeschnallt in einem dunklen Verhörraum sitzt und mit Elektroschocks gefoltert wird. Er wird von Unbekannten nach früheren Einsätzen und Informationen gefragt. Alex Mason erinnert sich an die Einsätze, die wiederum die eigentlichen Missionen in Call of Duty: Black Ops darstellen. So wird die Geschichte immer weiter geführt, die Einsatzorte sind dabei gewohnt vielfältig. Von Kuba über ein russisches Straflager bis hin zum Weltraumbahnhof Baikonur ist visuelle Abwechslung garantiert. Dabei trifft man auf bekannte Persönlichkeiten wie Fidel Castro oder John F. Kennedy. Mehr wollen wir an dieser Stelle nicht verraten, die Story hat es jedenfalls in sich und verspricht Spannung pur. Kritikpunkte sind die kurze Dauer der Single-Player-Kampagne, denn die 15 Missionen spielt man in circa sechs Stunden durch. Auch das seit Jahren immer nach dem gleichen Schema ablaufende Missionsdesign verliert langsam aber sicher an Reiz.

Bereits in der ersten Mission fallen die ausdrucksstarken Gesichter und die fantastisch animierten Bewegungen auf. Dieser positive Eindruck bestätigt sich nach der Einführungssequenz, denn die Levels sind sehr detailliert, Explosionen wirken beeindruckend und es kracht atmosphärisch an allen Ecken und Enden. Hier hat man sofort ein authentisches Spielgefühl und fühlt sich mitten im Geschehen. Außerdem bietet Black Ops noch eine äußerst positive Überraschung, denn 60 Frames pro Sekunde sind im Shooter-Bereich eine absolute Seltenheit. So wirken die Bewegungsabläufe noch flüssiger, was vor allem den schnellen Schusswechseln zugutekommt. Trotzdem ist nicht alles Gold, was glänzt. Die Grafikengine ist mittlerweile stolze drei Jahre alt und sorgt bei Neulingen zwar immer noch für Staunen, bietet den treuen Fans jedoch wenig neues. Es ist zwar Jammern auf hohem Niveau, doch Call of Duty legt sich die Messlatte selbst hoch. Es sollte also über eine Generalüberholung für den nächsten Teil nachgedacht werden.

Die Steuerung ist wie immer super und eine Klasse für sich. Das Zielen ist hochpräzise und der Waffenwechsel geht sehr schnell vonstatten, was vor allem in brenzligen Situationen vorteilhaft ist. Call of Duty spielt sich bedeutend angenehmer als diverse andere Shooter. Zusätzlich sorgen steuerbare Boote, Helikopter und Fahrzeuge für Abwechslung.

Kommen wir nun zum Prunkstück eines jeden Call-of-Duty-Teils, dem Multiplayer-Modus. Dieser Modus wurde im Vergleich zum Vorgänger Modern Warefare 2 erweitert und bietet etliche Spielvarianten, enorm viele Extras zum Freispielen, beachtliche 13 Maps und zahlreiche Personalisierungsmöglichkeiten. Das Spielprinzip ist zwar keine Revolution, jedoch wurde es sinnvoll erweitert und sorgt für anhaltenden Langzeitspielspaß.

Fazit:
Wie schon erwähnt, legt sich Call of Duty die Messlatte selbst hoch. Da sich die Neuerungen in Grenzen halten, gibt es keine neue Höchstwertung, was in keinster Weise bedeuten soll, dass es sich hier um einen durchschnittlichen Shooter handelt. Im Gegenteil, Activison zeigt mit Black Ops erneut, wer Marktführer auf diesem Gebiet ist. Denn nicht ohne Grund hat sich das Spiel allein in den USA und Großbritannien in den ersten 24 Stunden 5,6 Millionen Mal verkauft. Damit sich Activision nicht zu lang auf seinen Lorbeeren ausruht, wünschen wir uns für das nächste Jahr ein überarbeitetes Leveldesign und eine neue Grafikengine.


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