Child of Eden
Verfasst von Iceman05 am Di, 01/03/2011 - 10:52
In einem klassischen Rail-Shooter geht es darum, auf einem vorgegebenen Weg Hindernisse zu beseitigen bzw. sie zu umfahren. Der Vorteil in diesem System besteht darin, sich nicht um die Fortbewegung kümmern zu müssen. So kann sich der Spieler auf die Farbpracht konzentrieren, oder besser gesagt, sie zu bewundern. Durch die tolle Levelarchitektur gleitet man in der Ego-Perspektive, zu sehen ist lediglich das Fadenkreuz. Der Clou an Child of Eden ist jedoch der Punktebonus, den man erhält, wenn mit dem Takt der Musik geschossen wird. Das Prinzip ist ähnlich wie das von Rock Band, wo der Takt ebenfalls eine wichtige Rolle spielt.
Doch zuerst zur Story. Worum geht es eigentlich in Child of Eden? In der paradiesisch-künstlichen Intelligenz erwacht das Mädchen Lumi, das ebenfalls nur virtuell ist, aber mit Emotionen und Gedanken von Menschen erschaffen wurde. Doch die Idylle hält nicht lang an, denn über Lumi fallen Viren her und der Spieler muss versuchen, sie zu retten.
Wie jedes geniale Spiel, hat auch Child of Eden ein Manko – es ist viel zu schnell vorbei, da es nur fünf Level gibt, auch „Archive“ genannt. Um die Spielzeit künstlich in die Länge zu ziehen, müssen in den ersten vier Archives 20 Sterne gesammelt werden um das Fünfte spielen zu dürfen. Da dies auf Anhieb nicht möglich ist, ist man gezwungen einige Levels zu wiederholen. Dies hätte etwas eleganter gelöst werden können, doch bleibt es eins der ganz wenigen Mankos.
Dafür wurden diese Level mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Jeder Level widmet sich einem speziellen Thema, so enthält Child of Eden eine Unterwasserwelt oder eine futuristische Technik-Landschaft. Passend dazu bietet das Spiel fantastische Lichteffekte und glitzernde Partikelwolken. Die grafische Umsetzung ist den Entwicklern sehr gut gelungen, doch auch der Subwoofer bekommt genug Arbeit. Vor dem Spiel sollte in den Optionen unbedingt der 5.1-Sound aktiviert werden, um den tiefen Bass zu genießen, vorausgesetzt man hat tolerante Nachbarn.
Child of Eden kann wahlweise auf traditionelle Art mit dem Controller oder über Kinect gesteuert werden. Natürlich ist die Präzision eines Controllers immer höher, als die einer Bewegungssteuerung und doch schlägt sich Kinect beachtlich gut. Hat man sich erst mal an die Steuerung mit beiden Händen gewöhnt, macht das immer mehr Spaß, auch wenn der Kinect-Modus (mit deutlich dickerem Fadenkreuz) nichts für Highscore-Jäger ist.
Herstellerangaben einblenden
Redakteur: Iceman05

Erscheinungstermin:
16/06/2011
USK:
ab 6 Jahren
Entwickler:
Q Entertainment
Vertrieb:
Ubisoft
Betriebssystem:
Xbox 360
HD-Auflösung:
1080p
Anzahl Spieler:
K.A.
Onlinefähig:
Nein
Trophäen:
Ja
Website:
Preis:
SSG Meinung
Lang, lang ist es her… und zwar seit dem erfolgreichen Rail-Shooter REZ aus dem Jahre 2001. Gut zehn Jahre später versucht der Nachfolger Child of Eden, der übrigens auch von REZ-Schöpfer Tetsuya Mizuguch stammt, in die großen Fußstapfen zu treten. Wird uns Child of Eden genau so begeistern und uns an den Bildschirm fesseln? Der Farbrausch kann also beginnen:In einem klassischen Rail-Shooter geht es darum, auf einem vorgegebenen Weg Hindernisse zu beseitigen bzw. sie zu umfahren. Der Vorteil in diesem System besteht darin, sich nicht um die Fortbewegung kümmern zu müssen. So kann sich der Spieler auf die Farbpracht konzentrieren, oder besser gesagt, sie zu bewundern. Durch die tolle Levelarchitektur gleitet man in der Ego-Perspektive, zu sehen ist lediglich das Fadenkreuz. Der Clou an Child of Eden ist jedoch der Punktebonus, den man erhält, wenn mit dem Takt der Musik geschossen wird. Das Prinzip ist ähnlich wie das von Rock Band, wo der Takt ebenfalls eine wichtige Rolle spielt.
Doch zuerst zur Story. Worum geht es eigentlich in Child of Eden? In der paradiesisch-künstlichen Intelligenz erwacht das Mädchen Lumi, das ebenfalls nur virtuell ist, aber mit Emotionen und Gedanken von Menschen erschaffen wurde. Doch die Idylle hält nicht lang an, denn über Lumi fallen Viren her und der Spieler muss versuchen, sie zu retten.
Wie jedes geniale Spiel, hat auch Child of Eden ein Manko – es ist viel zu schnell vorbei, da es nur fünf Level gibt, auch „Archive“ genannt. Um die Spielzeit künstlich in die Länge zu ziehen, müssen in den ersten vier Archives 20 Sterne gesammelt werden um das Fünfte spielen zu dürfen. Da dies auf Anhieb nicht möglich ist, ist man gezwungen einige Levels zu wiederholen. Dies hätte etwas eleganter gelöst werden können, doch bleibt es eins der ganz wenigen Mankos.
Dafür wurden diese Level mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Jeder Level widmet sich einem speziellen Thema, so enthält Child of Eden eine Unterwasserwelt oder eine futuristische Technik-Landschaft. Passend dazu bietet das Spiel fantastische Lichteffekte und glitzernde Partikelwolken. Die grafische Umsetzung ist den Entwicklern sehr gut gelungen, doch auch der Subwoofer bekommt genug Arbeit. Vor dem Spiel sollte in den Optionen unbedingt der 5.1-Sound aktiviert werden, um den tiefen Bass zu genießen, vorausgesetzt man hat tolerante Nachbarn.
Child of Eden kann wahlweise auf traditionelle Art mit dem Controller oder über Kinect gesteuert werden. Natürlich ist die Präzision eines Controllers immer höher, als die einer Bewegungssteuerung und doch schlägt sich Kinect beachtlich gut. Hat man sich erst mal an die Steuerung mit beiden Händen gewöhnt, macht das immer mehr Spaß, auch wenn der Kinect-Modus (mit deutlich dickerem Fadenkreuz) nichts für Highscore-Jäger ist.
Fazit
Child of Eden ist ein wahrliches Farbspektakel. Dessen ist man sich schon bewusst, wenn man nur ein paar Screenshots sieht. Die audiovisuelle Inszenierung ist einfach richtig klasse, denn das Zusammenspiel zwischen Licht und Ton funktioniert hervorragend. Die eingängige und schnell erlernte Steuerung setzen zusammen mit dem simplen Spielprinzip dem Spiel das i-Tüpfelchen auf, denn zu bemängeln gibt es lediglich die sehr kurze Spielzeit und den Versuch diese durch nerviges Wiederholen der Level zu verlängern.
Child of Eden führt die Erfolgsstory der Rail-Shooter fort, so gibt es eine klare Kaufempfehlung für groß und klein.
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