Apache: Air Assault

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Redakteur: Iceman05

Apache: Air Assault

Genre: Simulation

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Cover Apache: Air Assault
Erscheinungstermin:
19/11/2010
USK:
ab 16 Jahren
Entwickler:
Gaijin Entertainment
Vertrieb:
Activision
Betriebssystem:
Xbox 360
HD-Auflösung:
1080p
Anzahl Spieler:
1 - 2
Onlinefähig:
Ja
Trophäen:
Ja
Website:
Preis:
ca. 60.00 €

SSG Meinung

Lange ist es ruhig gewesen um Helikopter-Simulationen. Doch mit Apache: Air Assault bringt der Publisher Activision ein Spiel auf den Markt, das sowohl Action- als auch Simulationsfans ansprechen soll. Ob das vom Aussterben bedrohte Genre überzeugt oder ein Totalabsturz ist, zeigt dieser Test:

Normalerweise bin ich kein Freund von Tutorials, da sich die Steuerung meist von selbst erklärt, doch wenn man Neuland betritt kann ein Training nicht schaden. Abgesehen davon dass es sich gar nicht überspringen lässt, macht es durchaus Sinn, sich vor dem ersten Einsatz mit dem Fluggerät vertraut zu machen. Den Helikopter im Tutorial unter Kontrolle zu halten, war einfacher als ich mir das vorstellte. Die Mini-Aufgaben wurden schnell erfüllt, ohne Abstürze versteht sich und der erste Einsatz rückte näher. Man hat die Wahl zwischen drei Schwierigkeitsgraden, wobei der dritte erst freigeschaltet werden muss. Während man im Schwierigkeitsgrad „Training“ noch alles unter Kontrolle hat, die Steuerung arcadelastig wirkt und Flugfehler verziehen werden, geht es in der zweiten Stufe „Realistisch“ wesentlich härter zu. Höhenruder, Seitenruder, Geschwindigkeit, Neigung, Flieh- und Beschleunigungskräfte sind alles Faktoren, die zu beachten sind, sonst endet der Flug schnell am nächsten Berg, denn der Helikopter reagiert sensibel. Deshalb sollten Manöver frühzeitig und vorausschauend geplant werden. Selten gibt es ein Spiel, bei dem der Spieler sich zwischen Arcade und Simulation entscheiden kann.

Im Apache sitzen zwei Personen, ein Navigator und ein Bordschütze. Die KI übernimmt das Steuer des Maschinengewehres, während man sich als Pilot um Steuerung und Raketen kümmern kann. Das MG lässt sich allerdings auch selbst bedienen. Eine Hilfe ist der Schwebemodus, der auf Knopfdruck aktiviert wird. Dadurch fängt sich der Apache schnell und bleibt in der Luft in ruhiger Position stehen. Das ist in vielen Situationen sehr nützlich, ebenso wie die Wärmebildkamera, die Feinde anzeigt, die sich verstecken.

Grafisch haben die Jungs von Gaijin bereits im letzten Jahr mit IL-2 Sturmovik: Birds of Prey bewiesen, wie gut Landschaften aussehen können. So ist es auch in Apache: Air Assault, denn Dschungel, Wüste und Berge wirken nicht zuletzt durch den hohen Detailgrad sehr authentisch und abwechslungsreich. Doch auch am Hubschrauber selbst ist zu erkennen, dass dieser sehr genau gestaltet wurde. Ebenfalls überzeugen konnten der passende Soundtrack, die Sprachausgabe von den Funksprüchen und die Kampfgeräusche. Allerdings irritierte die Tatsache dass die Rotorgeräusche in der Cockpitperspektive nicht zu hören waren.

Der Online-Modus von Apache: Air Assault hat es in sich, denn hier ist taktische Meisterleistung und Koordination gefragt. Zusammen mit anderen Piloten werden gemeinsame Angriffe geplant, wobei Einzelgänger keine Chance haben und Teamwork gefragt ist.
Obwohl zwei Personen in einer Maschine sitzen, kann man sich diese nur lokal teilen. Doch damit nicht genug, denn es muss ständig zwischen Piloten- und Schützenansicht hin und her gewechselt werden und das kann ausschließlich der Pilot. Ebenso kann nur der Pilot zwischen Kamera und Wärmebild wechseln, obwohl das die Aufgabe des Schützen sein sollte. Ob die Entwickler dadurch die Kommunikation zwischen Pilot und Schütze fördern wollten, weiß man nicht, jedoch steht fest dass dies keinen Sinn ergibt und es besser hätte gelöst werden können.

Fazit
Fangen wir mit den positiven Aspekten von Apache: Air Assault an: Technisch gesehen gibt es kaum etwas zu meckern. Sowohl die Umgebung als auch das Flugobjekt selbst sind klasse gestaltet und der Sound passt super zum Spiel. Auch bei der Steuerung und den unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden haben sich die Entwickler Mühe gegeben, denn für Hobbypiloten und alle die Neuland betreten, bietet sich der arcadelastige und einfache Schwierigkeitsgrad an, während sich Veteranen im realistischen Modus beweisen dürfen. Weniger gut ist der lokale Coop-Modus, hier wurde zu wenig nachgedacht bzw. vernachlässigt und sich zu sehr auf den Online-Modus konzentriert.
Apache: Air Assault legt also keinen Absturz, allerdings auch keinen Höhenflug hin. Das Spiel eignet sich aber hervorragend als Zeitvertreib und für kalte Wintertage.


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