Blur

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Redakteur: Iceman05

Blur

Genre: Sport- und Rennspiel

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Blur Cover
Erscheinungstermin:
28/05/2010
USK:
ab 12 Jahren
Entwickler:
Bizarre Creations
Vertrieb:
Activision
Betriebssystem:
Xbox 360
HD-Auflösung:
720p
Anzahl Spieler:
4
Onlinefähig:
Ja
Trophäen:
Ja
Website:
Preis:
ca. 68.00 €

SSG Meinung

Fast zeitgleich erschienen die Arcade-Racer Blur aus dem Hause Bizarre Creations und sowie die Konkurrenz Split/Second: Velocity und ModNation Racers. Also reichlich Auswahl für regnerische Tage. Die Entwickler von Bizarre Creations haben bereits mit Top-Titeln wie Project Gotham Racing 4 bewiesen dass sie den Asphalt zum Glühen bringen können. Schaffen sie es mit Blur erneut?

Mario Kart für Erwachsene?
Warum das Spielprinzip von Nintendo’s Mario Kart nicht einfach für andere Konsolen umsetzen?
Dieses Arcade-Rennspiel enthält lizenzierte Fahrzeuge mit denen man über die auf der Strecke verteilten sogenannten „Power-Ups“ fährt. Wie auch bei Mario Kart stecken in den Power-Ups verschiedene Waffen, in diesem Fall sind es acht unterschiedliche Belohnungen wie z.B. Minen, Lenkraketen, Nitro oder auch Schutzschilde. Von diesen Waffen, die zum Teil sowohl hinter dem Fahrzeug platziert als auch auf den Vordermann gefeuert werden können, sollte man regelmäßig Gebrauch machen, möchte man ein Rennen erfolgreich beenden. Insgesamt darf man bis zu drei Power-Ups gleichzeitig besitzen und zwischen ihnen wechseln, weshalb die Rennen etwas taktischer sind als bei Split/Second.
Der Karrieremodus besteht aus neun Turnieren die je sieben Rennen beinhalten. Man erhält Lichter als Belohnung für Rennsiege sowie für das Erreichen der vorgegebenen Ziele. Am Ende von jeder Episode wartet ein anspruchsvoller Endgegner. Jedoch müssen zuerst vier vorgegebene Aufgaben erfüllt werden um das Duell freizuschalten. Als Belohnung gibt es dafür einen schicken Wagen für die Garage.
Statt Kudos wie bei Project Gotham Racing erhält man bei Blur Fans. Die Fangemeinde wächst durch tolle Aktionen wie Gegner abschießen, durch Kurven driften oder auch durch Ausweichen von gegnerischen Attacken. Je größer die Fangemeinde desto mehr Autos, Lacke und Mods werden freigeschaltet. Durch Mods kann das eigene Fahrzeug individueller ausgebaut werden in Form von mehr Schaden anrichten oder ein Schild, das feindliche Attacken abwehrt und gleichzeitig in eine Waffe verwandelt, die dann selbst verwendet werden darf.

Strecken und Fahrzeuge
Die Strecken von Blur sind detailliert und abwechslungsreich gestaltet. Leider können die Schauplätze wie z.B. Barcelona, Los Angeles oder Tokio nicht ganz mit einkrachenden Gebäuden und explodierenden Hindernissen, wie man sie von Split/Second kennt, mithalten.
Im Gegensatz zum Kontrahenten jedoch, enthält Blur 55 lizenzierte Fahrzeuge. Die Vielfalt ist groß, von Muscle Cars über Sportwagen bis hin zu Offroad-Fahrzeugen ist alles dabei, was das Herz begehrt. Jeder Bolide hat unterschiedliche Stärken und Schwächen in den Bereichen Beschleunigung, Geschwindigkeit, Schwierigkeit und Grip. Außerdem sollte ein Auge auf den Energiewert geworfen werden, denn wer ständig unter Beschuss steht läuft Gefahr, sein Auto explodieren zu sehen. Dies kostet wertvolle Zeit im Kampf um den Rennsieg. Positiv ist noch anzumerken dass es bis zu 20 Pisten-Rowdys auf der Strecke gibt, da können die wenigsten Arcade-Racer mithalten. Ein gelungenes, wenn auch nicht realistisches Schadensmodell rundet die ganze Sache ab.

Steuerung
Die präzise Steuerung von Blur ist auch für Anfänger nicht zu kompliziert, so wie man es eben von arcadelastigen Games gewohnt ist. Das Fahrverhalten passt sehr gut zur hohen Geschwindigkeit. Einzig die Kontrolle der Drifts ist bei Split/Second etwas einfacher. Deshalb lässt sich der Kontakt mit den Streckenbegrenzungen auf Dauer nicht vermeiden.

Grafik
Vermutlich wurden aufgrund des großen Fahrerfeldes grafisch einige Abstriche gemacht. Bei Texturen und Detailgrad ist noch Luft nach oben. Aufgrund des hervorragend ausbalancierten Spiels und dem Geschwindigkeitsgefühl lässt sich das gut verschmerzen.

Sound
Die druckvollen Soundeffekte bringt vor allem eine Dolby-Surround-Anlage klangvoll rüber. Wie man es von so einem Game erwartet kracht und rumst es aus allen Lautsprechern. Dies verleiht das Gefühl mitten im Geschehen zu sein.

Mehrspielermodus
Der Mehrspielermodus ist ein wichtiger Bestandteil des Spiels, das haben auch die Jungs von Bizarre Creations erkannt. So ist dieser Online-Modus gut gelungen und macht Spaß, auch wenn es deutlich ruppiger zugeht als in der Karriere, da menschliche Gegenspieler den Kontakt mit der Karosserie suchen. Schade hingegen ist dass sich die im Karrieremodus freigeschalteten Fahrzeuge nicht für den Mehrspielermodus verwenden lassen, sondern müssen erneut freigespielt werden.
Einzig die auftretenden Lags sollten beseitig werden damit ein flüssiges Rennen möglich ist.

Fazit
Möchte jemand eine Spaß-Garantie kaufen, so sollte er sein Geld in Blur investieren. Auch wenn dieses Spiel nicht so innovativ wie Split/Second ist, so wurde das „Mario-Kart-Spielprinzip“ hervorragend für die anderen Plattformen umgesetzt. Aufgrund der Vielzahl an verschiedenen Waffen ist jeder taktische Positionskampf spannend und der Langzeitspielspaß ist vorprogrammiert. Wenn noch die Lags im Online-Modus behoben werden, dann kann man von einem sehr guten Arcade-Racer sprechen, der mindestens auf Augenhöhe mit der Konkurrenz ist.


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