Lioncast LX16

29. Jan 2014

Hardware ID

1335

Fazit

Wer ein solides Headset für verschiedene Endgeräte mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis und überzeugendem Klang sucht, sollte sich das Lioncast LX16 auf alle Fälle genauer ansehen.

Testbericht

Eins für alles?

Die Kommunikation mit anderen Spielern ist aus dem heutigen Online-Gaming nicht mehr wegzudenken, egal ob man lieber am PC oder einer Last- oder Next-Gen-Konsole spielt. Auch Skype und Co. erfordern für den weltweiten Informationsaustausch idealerweise ein Mikrofon. Idealerweise sollte nicht jeder die Gespräche mitverfolgen können und zudem sollte man seine Eltern nicht zu oft durch nächtliche Zock-Eskapaden wach halten. Ohne weiter um den heißen Brei herumzureden, die Lösung ist natürlich ganz einfach: ein Headset muss her. Am besten gleich eins, das an allen Geräten für jeden Zweck einsetzbar ist - und das Gaming-Budget nicht allzu sehr belastet. Genau in diese Lücke zielt Lioncast mit dem LX16.

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Lioncast LX16 macht einen soliden Eindruck, besonders wenn man den recht günstigen Preis im Hinterkopf hat. Das Design in coolem Schwarz-Rot weiß zu überzeugen. Es gibt keine störenden Plastikgrate, stabiler Kunststoff und dicke Kabel hinterlassen einen positives Gefühl, nicht nur beim ersten Hands-on. Von diversen Nutzern berichtete Probleme mit einem produktionsbedingt defekten Mikrofon konnten wir auch nach mehrstündigem Test bei unserem Exemplar nicht feststellen.

Installation

Die plattformübergreifende Auslegung des Headsets macht es zu einem echten Allrounder. Einfach per USB an den PC anstöpseln und schon war das LX16 an unserem Windows-7-Rechner ohne jegliche Installation von Treibern einsatzbereit. Auch an Sonys brandneuer PlayStation 4 verrichtete das Headset sofort ohne Anlaufschwierigkeiten seinen Dienst, die entsprechenden Menüeinstellungen an der Konsole vorausgesetzt. An der PlayStation 3 gestaltet sich der Anschluss schon etwas komplizierter, was allerdings den Hardwarevoraussetzungen von Sonys Konsole geschuldet ist - die PS3 ist nicht in der Lage, Spielsound über USB auszugeben. Die Anleitung des Lioncast LX16 hilft einem hier aber schnell weiter: USB-Stecker für Voice-Chat anschließen, die Cinch-Stecker an den TV-Audio-Ausgang, Einstellungen vornehmen los geht's. Je nach Setup von TV, Konsole und ggf. Audio-Receiver kann es hier bei den Kabellängen ein wenig knapp werden, die Geräte sollten also nicht allzu weit auseinander stehen.

Ergonomie

So praktisch die Möglichkeit zum Einsatz an mehreren Plattformen ist, so nervig ist der Kabelsalat, wenn man das Lioncast LX16 nur an PC oder PS4 nutzen möchte und somit eigentlich nur das USB-Kabel bräuchte. Denn trotzdem hängen die schweren Cinch-Stecker am Ende herum sowie das Mini-Klinkenkabel für den Xbox-360-Controller an der Kabelfernbedienung für die Lautstärke - da möchte man fast zur Schere greifen. Immerhin geben einem aber die 3,60 Meter Gesamtkabellänge genügend "Spielraum".

Das Headset selbst ist relativ leicht und überrascht trotz relativ klein wirkender Ohrmuscheln mit einem auf Dauer angenehmen Tragekomfort, wobei natürlich jeder Kopf unterschiedlich ist. Eine Anprobe vor dem Kauf kann natürlich nicht schaden, das gilt aber für jedes Headset. Bei der Nutzung in dunklen Räumen fiel die Aktivitäts-LED, die an der Kabelfernbedienung angebracht ist und sich leider nicht deaktivieren lässt, etwas negativ. Auch wenn die Grundidee einer hellen Funktionsleuchte löblich ist: diese LED ist ein paar Nummern zu hell geraten und blendet fast schon - da hilft notfalls nur Abkleben.

Sound

Über die besagte Fernbedienung lassen sich die Lautstärken von Sprachchat und Ingame-Sound separat regeln, was ein sauberes Ausbalancieren des Gesamtklangs ermöglicht. Der Klang selbst ist, ebenfalls besonders auf das Preissegment bezogen, sehr gut und gibt sowohl Sprache wie auch Musik klar und deutlich wieder, wenn auch etwas basslastig. Sicher wird das Headset nicht die Ansprüche von besonders audiophilen Gamern erfüllen, das grundsätzlich ausgewogene Klangbild dürfte aber der Großteil der Käufer überzeugen. Einziger Wermutstropfen, der an unserem Gerät besonders während des Tests an der PS4 auffiel, war ein Störgeräusch in Form eines hochfrequenten Fiepens im Takt zur blinkenden Bereitschafts-LED. Somit scheint sich Lioncast mit dieser Leuchte in doppelter Hinsicht keinen Gefallen getan zu haben.

Sprachqualität

Die Sprachinformationen kommen beim Gegenüber plattformunabhängig sauber und deutlich an, das Mikrofon dürfte lediglich etwas empfindlicher sein bzw. den Ton lauter weitergeben, da man so die Eingabeeinstellungen aufs Maximum setzen muss, um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erreichen.

Fazit Quote Title

Solides Headset mit top Preis-Leistungs-Verhältnis!

Pro

  • Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Plattformübergreifend einsetzbar
  • Kabellänge

Contra

  • Störgeräusche durch LED
  • LED blendet in dunklen Räumen

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