Lioncast LX18 Headset

03. Feb 2014

Hardware ID

1345

Fazit

Im aktiven Einsatz bietet das Headset eine solide, durchschnittliche Leistung hinsichtlich Akustik ebenso wie in der Verarbeitung. Das ansprechende Design kann aber nicht über kleine Mängel in Passform und Handling hinwegtrösten. Die Kabellänge und die veraltend wirkende Cinch-Problematik war – zumindest an der PS3-Konsole – als ‚kompliziert’ zu bezeichnen und sorgt während der Installation somit für den ein oder anderen Frustmoment bzw. deutlichen Mehraufwand.
Je nach System-Ausgangskonfiguration, Verwendungszweck und persönlichen Ansprüchen ist das Lioncast LX18 aber sicher ein passables Einsteigermodell im Headset-Segment.

Testbericht

„Ein Löwe beim Headset-Casting“

Immer mehr Spieler tummeln sich auf den Online-Spielwiesen diverser Multiplayer-Titel und somit wird das Gaming-Headset immer mehr zum ‚Spiel-Gefährten’ in Open-World-Welten und Shooter-Leveln. Die Auswahl an verwendbaren Geräten reicht von kabelgebundenen Einsteiger- und Hochpreis-Modellen über Bluetooth-Ohrbügel bis hin zum drahtlosen Profi-Headset.

Lioncast bietet hier eine bunte Palette an Modellen, dieser Test nimmt das Lioncast LX18 näher unter die Lupe – oder besser gesagt: „Näher ans (Spieler-)Ohr“. Getestet wurde unter regulären Bedingungen an der PlayStation 3 (Slim–Version).

Design & Verarbeitung

Auf den ersten Blick besticht das Lioncast LX18 durch ein gelungenes Design. In Form und Farbgebung orientiert man sich an moderner, schlanker Linienführung und setzt rote Akzente, die sich der Gestaltung anpassen und schon recht chic aussehen. Man setzt auf eine solide Ausführung und verzichtet am Korpus selbst auf filigrane Einzelteile, die doch des Öfteren sehr störanfällig und ‚zerbrechlich’ sein können.

Die Verarbeitung entspricht der erwarteten Qualität bei einem kabelgebundenen Headset der Einsteigerklasse. Der Kunststoff wirkt gerade im Kopfbügelbereich etwas unflexibel und störrisch. Der Schaumstoff, der bei Verwendung des Headsets dem Spielerohr schmeicheln soll, ist verhältnismäßig grobporig und verursacht ein leichtes Kratzen, was bei längerem Tragen nicht als besonders angenehm empfunden wird.

Wie später noch in diesem Text berichtet, ist die von anderen Spielern wahrgenommene Mikrofon-Lautstärke zu niedrig, was gerade im lauten Tumult einer Mission sehr schnell ärgerlich sein kann. Ein gewisser Spielraum ist stets durch den Mikrofon-Bügel gegeben, der per Klinke an dem Kopfhörer befestigt wird. Der Bügel besteht aus dünnwandigem, flexiblem Kunststoff. Leider arretiert der Bügel nur sehr widerwillig, was nicht unbedingt für einen stabilen Halt des Mikrofons sorgt. Die Passform der Kopfhörer ist stellenweise etwas wackelig, sodass die richtige und angenehme Position erst durch eine Nachjustierung gewährleistet ist.

Auch wenn Ernährungswissenschaftler vermehrt auf eine ausgewogene Ernährung hinweisen, ist der am LX18 angeschlossene 'Kabelsalat' nicht das Gelbe vom Ei. Neben dem standardmäßigen USB-Stecker verästeln sich sowohl die beiden Cinch-Kabel als auch die verhältnismäßig schwere und sperrige 'Fernbedienung' (am Kabel fest angebracht, leider auch in ungünstiger Positionierung) aus dem Kabelbaum. Insgesamt wirkt die Anordnung unsortiert und der Überblick ist schnell verloren.

Anmeldung und Konfiguration

Die Anmeldung des Headsets an die Konsole – in diesem Falle Sony’s PlayStation 3 – stellt sich mehr als einfach dar. Durch den Anschluss des USB-Steckers in den Konsolenslot wird das Gerät direkt erkannt und kann, nach dem Auswählen im Systemmenü, sofort verwendet werden. Wobei sich dieses ‚sofort’ in Umfang und Verwendbarkeit stark nach der verwendeten Ausgangskonfiguration richtet.

Denn im getesten Fall wurde versucht, das Lioncast LX18 per USB und den beiden Audio-Cinch-Steckern (rot+weiß) mit der Konsole zu verbinden. So weit, so gut. Nachdem der In-game-Sound der PlayStation 3 nicht über USB, sondern lediglich über die Cinch-Stecker – folglich: über das TV-Gerät etc. - ausgeben kann, ist diese Konfiguration bei dem Anspruch „Spiel-Ton plus Spieler-Chat per Headset“ unvermeidbar.

Vermeidbar wären einige der Komplikationen gewesen, wenn die Länge der Cinch-Stecker etwas großzügiger bemessen gewesen wäre. Allgemein ist eine Kabellänge von 3,60 Metern in Zeiten von Großbildfernsehern und Beamern schon sehr knapp kalkuliert. Geht man von 52 Zoll Bilddiagonale aus sollte allein der Sitzabstand zu dem TV-Gerät mindestens 3 Meter betragen. Bedenkt man die Position der Spielkonsole im TV-Rack und dass der geneigte Spieler nicht am vordersten Ende der Couch kauern möchte, dürfte die Kabellänge bei so manchem Anwender zum Problem werden.

Im getesten Fall wurde der Spiel-Sound von der Konsole per HDMI (wie mittlerweile üblicher Standard) in den AV-Receiver (Audio-Video-Receiver) gespeist und von dort an das Sur-round-System ausgegeben. Folglich müssten die Cinch-Stecker nun in den Receiver gestöp-selt werden, um das Signal abzugreifen und an das Headset weiter zu geben. Hierzu müss-ten aber die Einstellungen im Reveiver-Menü komplett angepasst werden und je nach Spiel-Session gewechselt oder umgestellt werden.

Um dieses Problem erstmal zu umgehen wurde die Konfiguration entsprechend geändert und das Signal der PlayStation 3 direkt in den Fernseher eingespeist. Nun kann der Ingame-Ton auch per Cinch an das Lioncast-Headset weitergegeben werden. Der nächste Konflikt stand nun in Form der kurzen Cinch-Kabel ins Haus, denn die Test-Situation beinhaltet einen Fernseher, der mit einer Wandhalterung in ca. 1,20m Höhe angebracht ist. Die benötigte Kabellänge von einem knappen halben Meter zwischen Konsole und TV kann nur erreicht werden, wenn das Headset-Kabel insgesamt in eine kleine Schlaufe gelegt wird. Durch dieses Unterfangen verliert man aber hingegen wieder wertvolle Zentimeter, die bei den ohnehin knappen 3,60m eine natürliche Sitzposition unmöglich machen.

Durch die beschriebene Konfiguration war es aber immerhin möglich das Headset inklusive allen Tonsignalen (Spiel-Sound plus Chat-Sound) zu verwenden.

Die Verwendung am PC mag – nicht zuletzt durch den bei Weitem geringeren Sitzabstand – um einiges einfacherer und konfliktfreier vonstatten gehen. Da das Lioncast LX18 aber ausdrücklich auch als PlayStation 3-Headset beworben wird hätte ich mir den Anschluss samt Kabellänge um einiges einfacher gewünscht.

Akustik & Sprachqualität

Würde das LX noch zur Schule gehen, so würde es im Fach ‚Akustik’ die Note befriedigend erhalten. Ob die Eltern damit zufrieden wären? Das kommt wohl darauf an, welchen Anspruch man an das Headset hat. Im Chat zeigt sich das Mikrofon des Lioncast als, von anderen Teilnehmern, durchschnittlich verständliches Eingabegerät. Lediglich die Lautstärke, mit der die eigene Stimme andere Spieler erreicht, wird auch in den höchsten Einstellungen im System-Menü der Konsole, als zu leise empfunden. Durch die Kopfhörer versteht man andere Spieler da um einiges besser. An der Akustik, auch in Sachen Spiele-Sound – wenn er denn mal läuft – ist nicht wirklich etwas auszusetzen. Höhen und Tiefen sind relativ sauber differenziert, Bass vorhanden - wenn auch nur recht 'zart' - die Lautstärke absolut ausreichend und wer in dieser Klasse viel ‚Größeres’ erwartet muss schon lange suchen, um bei gleichem Preis ein paar wenige Nuancen mehr rauszuholen.

Fazit Quote Title

Passables Einsteigermodell mit Macken.

Pro

  • Gelungenes Design
  • Kopfhörer-Akustik absolut okay

Contra

  • Zu kurze Kabellänge (3,60m)
  • Unpraktische Cinch-Verkabelung
  • 'Kabelsalat' am Hauptstrang
  • Zu schwere und unglücklich positionierte FB

BS Angaben

Gaming Headset für PS3 / PS4 / XboxOne / XBox360 / PC

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