MAGIX Video deluxe 2013 Premium Testbericht

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Holger Roth

MAGIX schickt seine beliebte Videobearbeitungssoftware in die nächste Runde. Wie jedes Jahr zum Herbst, erscheint bereits die 19. Version, wobei MAGIX schon zur letzten Ausgabe die Benennung änderte. Statt Version 18, wurde die Software als Video deluxe MX vermarktet. Bei der neuesten Version findet wieder eine Änderung der Benennung statt, allerdings kehrt man zu einer älteren Variante zurück und benennt sie nun mit Jahreszahlen. Ob das neue Video deluxe 2013 Premium von MAGIX erneut Maßstäbe im Bereich für Anfänger und Fortgeschrittene setzt, zeigt Euch dieser Test:

MAGIX Video deluxe 2013 gibt es in vier verschiedenen Versionen. Wir testen die Premium-Version, mit dem größten Funktionsumfang. Zusätzlich bietet MAGIX aber die Video deluxe 2013 Control Variante an, die eine USB-Videoschnitttastatur enthält und ca. 150 Euro kostet.
Die Installation ist zwar problemlos, doch nerven die Fragen, ob Zusatzsoftware wie simplicheck (prüft das System auf Leistung und Zuverlässigkeit) oder ask.com (fügt eine Toolbar hinzu, ändert die Startseite und die Standardsuchmaschine) installiert werden sollen. Nach dem ersten Start bietet Video deluxe 2013 Premium dem Anwender hilfreiche Einführungsvideos, Tooltips, sowie Zugang zur Online Community an. Diese Hilfefunktionen sind vor allem für Anfänger von großem Vorteil, da die Welt des Videoschnitts umfangreich ist und viele Fachbegriffe bietet.

Wenn man die Formate der letztjährigen Version mit der 2013er-Version vergleicht, fällt sofort auf, dass MAGIX hier zugelegt hat. So kann man nun auch mit AVCHD arbeiten, sowie QuickTime-Interlaced-Material importieren. Durch die erweiterte GPU-Beschleunigung wurde an Geschwindigkeit gewonnen, zudem ist eine Chroma-Key Engine integriert und die Oberfläche wurde verbessert. Außerdem ist die Version mit Windows 8 kompatibel.

Oberfläche

Auf den ersten Blick hat sich die Oberfläche von MAGIX Video deluxe 2013 nicht wesentlich verändert. Bei genauerem Hinsehen wird aber schnell klar, dass diese vereinfacht wurde, indem beispielsweise Video und Audio nicht mehr mehrere Spuren enthalten, sowie die neuen Schnellzugriffe, durch die wichtige Funktionen auf schnellstem Wege erreichbar sind. Doch da die Software viele Funktionen bietet, ist ein bisschen Einarbeitungszeit notwendig. Gut mitgedacht: Es gibt verschiedene Ansichten bei der Videobearbeitung. So können Anfänger im einfachen Storyboardmodus und Fortgeschrittene mit einer Timeline oder im Multicam-Modus arbeiten. Zusätzlich kann jeder seine Benutzeroberfläche selbst gestalten, indem Elemente ein- und ausgeblendet oder verschoben werden.

Geschwindigkeit

Wie bereits erwähnt, gewinnt Video Deluxe 2013 durch die erweiterte GPU-Beschleunigung an Arbeitsgeschwindigkeit. Prozesse und Exporte werden durch die Grafikkarte (GPU) berechnet. Schade, dass das Programm noch keine reine 64-Bit-Anwendung ist, denn dadruch ließe sich noch mehr Tempo herauskitzeln. Hoffentlich wird dieser wichtige Schritt in der nächsten Version berücksichtigt.

Exporte

Nach der Fertigstellung des Projektes, möchte man dies natürlich exportieren. Dafür bietet MAGIX eine breite Palette an Möglichkeiten. Der fertige Film (inkl. Individuell gestaltetem Menü) kann entweder auf eine DVD, Blu-ray und seit dieser Version auch auf AVCHD gebrannt werden. Über die erweiterten Möglichkeiten, lassen sich noch einige weitere, nicht so gängige Formate, auswählen.
In Zeiten von Social Media, iPhone, Tablets und CloudServices, dürfen diese wichtigen Punkte nicht vernachlässigt werden. Deshalb sind die Exportvoreinstellungen von Video Deluxe 2013 lobenswert. Das Video lässt sich direkt in ein passendes Format für das Handy, als Webplayer oder sogar 3D-Film exportieren. Mit der Integration in die wichtigsten Portale wie Facebook und YouTube, sowie den CloudServices Telekom Cloud und MAGIX Online, wird das Bereitstellungsangebot abgerundet.

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Holger Roth
Fazit

MAGIX hat mit dieser Videoschnitt Software mal wieder alles richtig gemacht, denn der Käufer erhält zu einem sehr guten Preis-/Leistungsverhältnis einen hervorragenden Allrounder, mit dem man alles in einer Hand hat: Vom Import über Schnitt und Bearbeitung, bis hin zum Export, lässt sich alles mit einem Programm erreichen. Natürlich kann Video deluxe 2013 nicht mit Profi-Software, wie den Videoschnittlösungen von Adobe mithalten, doch bei einem Preis von ca. 99 € für die Premium-Version, ist das auch nicht zu erwarten. Schließlich ist die Zielgruppe nicht nur an dem „guten“ Einstiegspreis, sondern auch an den umfangreichen Hilfefunktionen zu erkennen. Als kleiner Kritikpunkt bleibt das Aufdrängen von zusätzlicher Software bei der Installation.

MAGIX hat mal wieder alles richtig gemacht!
Pro
  • individuelle Gestaltung der Oberfläche
  • Prozessauslagerung an die GPU
  • AVCHD-Unterstützung
  • Preis-/Leistungsverhältnis
  • Hilfefunktionen
Contra
  • Aufdrängen von zusätzlicher Software bei der Installation
Betriebssystem Angaben

Systemvoraussetzungen

Plattform: Windows 8 / 7 / Vista / XP
Microsoft® Windows® 8 (32-Bit und 64-Bit)
Microsoft® Windows® 7 (32-Bit und 64-Bit)
Microsoft® Windows® Vista® (32-Bit und 64-Bit)
Microsoft® Windows® XP (32-Bit)
Minimale Systemvoraussetzungen

Prozessor: Doppelkernprozessor mit 2,0 GHz
Arbeitsspeicher: 1 GB RAM
Grafikkarte: Onboard-Grafikkarte mit einer Bildschirmauflösung von mindestens 1024 x 768
Soundkarte: interne Soundkarte
Festplattenspeicher: 2 GB freier Speicherplatz für die Programminstallation
Empfohlene Systemvoraussetzungen

für (AVC)HD-Bearbeitung

Prozessor: Intel® Core™ 2 Quad-Prozessor mit 2,83 GHz (Intel® Core™ i7 empfohlen) oder AMD® Quad-Core-Processor mit 2,8 GHz
Arbeitsspeicher: 4 GB RAM
Grafikkarte: dedizierte Grafikkarte mit min. 512 MB VRAM
**Für beschleunigte AVCHD-Ausgabe: NVIDIA® GeForce® 8000er-Serie und besser (CUDA™) oder AMD® Radeon™ 5000er-Serie und besser (OpenCL™) oder integrierte Grafik mit Intel® Quick Sync Video
Soundkarte: Mehrkanal-Soundkarte empfohlen für Surround-Sound-Bearbeitung
Blu-ray-Brenner zum Erstellen von Blu-ray Discs™
Systemvoraussetzungen für 3D-Wiedergabe

Für anaglyphe 3D-Darstellung wird eine Rot/Cyan-Brille benötigt.
Für die Darstellung mit einer Polfilter-Brille wird ein entsprechender Monitor benötigt.
Für Shutter-Darstellung wird ein 120Hz-Monitor oder -Beamer sowie eine kompatible Shutterbrille und Grafikkarte benötigt.
Unterstützte Importformate

Video: AVI, DV-AVI, MPEG-1, MPEG-2, MPEG-4, MTS, M2TS, MXV, MJPEG, QuickTime®, WMV(HD), VOB, MKV
Audio: WAV, MP3, OGG, WMA, MIDI, Dolby®Digital Stereo/5.1 (Downmix auf Stereo)
Foto: JPEG, BMP, GIF, TIF, TGA
Unterstützte Exportformate

Video: AVI, DV-AVI, MJPEG, MPEG-1, MPEG-2, MPEG-4, QuickTime®, WMV(HD)
Audio: WAV, MP3
Foto: JPEG, BMP
Unterstützte Geräte

FireWire-Schnittstelle: zur Verwendung mit DV-/HDV-Camcordern
USB-Schnittstelle: zur Verwendung mit HD-Camcordern, Fotoapparaten, Festplattenrekordern und Webcams
Video-, TV- oder Grafikkarten mit Videoeingang: zur Digitalisierung von analogen Quellen
TV-Tuner- und DVB-T/S-Tuner-Karten: zur Aufzeichnung von Fernsehstreams
Optische Laufwerke: Blu-ray-, DVD-R/RW-, DVD+R/RW-, DVD-RAM- oder CD-R/RW-Brenner
Unterstützte Dateiendungen (Import)

.avi, .dat, .evo, .m2v, .m1v, .h264, .mpv, .mpg, .mpeg, .mpg2, .mps, .mp2, .mpe, .m2s, .vdr, .vob, .mod, .vro, .ts, .trp, .tp, .m2t, .mpt, .mmv, .m2ts, .mts, .tod, .mov, .mp4, .dvr-ms, .asf, .pva, .mp4, .mpeg4, .mpeg-4, .m4v, .3gp, .3g2

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